
Eine wichtige Strecke für Pendler ist in Kürze für mehrere Wochen komplett gesperrt. In dieser Zeit fallen sämtliche Züge komplett aus und die Fahrgäste müssen sich auf Änderungen vorbereiten.
Für insgesamt vier Wochen müssen sich die Fahrgäste einer der meistbefahrenen Strecken Westdeutschlands auf einschneidende Änderungen einstellen. Weil ein Abschnitt komplett gesperrt wird, fallen alle Züge aus.
Umfangreiche Baumaßnahmen auf wichtiger Zugstrecke
Bereits im November 2024 startete die Deutsche Bahn ein Großprojekt, das die Modernisierung der Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen umfasst. Die Gesamtdauer der Baumaßnahmen ist auf 80 Wochen festgesetzt. Nach aktuellem Stand haben die Verantwortlichen bislang 17,5 Kilometer Gleis neu gebaut, 25,5 Kilometer neue Oberleitung installiert, vier neue Bahnsteige in Betrieb genommen und auf neun Kilometern Schallschutzwände aufgestellt. Weiterhin wurden 21 Brücken erweitert oder gänzlich neu gebaut. Auch die Beseitigung von fünf Bahnübergängen gehört zu den bisherigen Maßnahmen.
Ziel ist es, die Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen von zwei auf drei Gleise zu erweitern. Diese gehört zum europäischen Güterverkehrskorridor von Rotterdam nach Genua und stößt schon seit geraumer Zeit an ihre Kapazitätsgrenzen. Der Ausbau soll die Leistungsfähigkeit künftig erhöhen und den Betrieb effizienter gestalten.
Vollsperrung: Alle Züge fallen aus
Projektleiter Stefan Ventzke zeigt sich stolz und äußerst zufrieden mit den bisherigen Fortschritten. Um den Zeitplan weiterhin einhalten und die Bauarbeiten möglichst zügig abschließen zu können, soll der Abschnitt zwischen Oberhausen und Wesel/Bocholt sowie Richtung Arnhem für vier Wochen komplett gesperrt sein. Deshalb fallen vom 20. April bis 17. Mai alle Züge der Linie aus. Die Deutsche Bahn richtet für diesen Zeitraum einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Dies betrifft die Linien RE 5 (RRX), RE 19, RE 44 und RE 49.
Die Vollsperrung soll verhindern, dass sich die Arbeiten in die Länge ziehen und die Züge auf der gesamten Bahnstrecke so bald wie möglich wieder fahren können. Auch nach dieser intensiven Bauphase ist das Ende noch nicht erreicht. Zwar kann nach dem 20. Mai die Strecke zwischen Voerde und Dinslaken erstmals dreigleisig befahren werden, jedoch sind weitere Maßnahmen an Brücken, Überführungen sowie Bahnübergängen geplant. Schließlich sollen ab 2027 die Bauarbeiten „unter rollendem Rad“, also ohne von Sperrungen der Bahnstrecke, weiterlaufen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Bahn)














