
Ampeln steuern den Straßenverkehr und schützen Menschen beim Überqueren von Straßen. In Dortmund-Hörde testet eine Schule nun eine KI-gesteuerte Lösung. In Deutschland gibt es somit die ersten intelligenten Ampeln.
Sicherheit im Straßenverkehr bleibt eine zentrale Aufgabe in Städten und Gemeinden. Ampeln tragen wesentlich dazu bei, weil sie den Verkehr strukturieren und klare Regeln für Autos und Fußgänger schaffen. Dadurch reduzieren sie Konflikte an Kreuzungen und helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden.
Zu kurze Grünphasen setzen Fußgänger unter Druck
Gerade an stark befahrenen Straßen sorgen sie dafür, dass Menschen kontrolliert und möglichst sicher die Fahrbahn überqueren können. Ohne diese geregelten Abläufe würden deutlich mehr Risiken im Alltag entstehen. Viele Menschen erleben allerdings im Alltag, dass die Grünphasen an Fußgängerampeln oft zu kurz ausfallen. Das betrifft nicht nur ältere Personen, sondern auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Familien mit kleinen Kindern. Sie benötigen mehr Zeit, um eine Straße sicher zu überqueren, geraten aber häufig unter Druck, wenn die Ampel schnell wieder auf Rot springt.
Erste intelligente Ampeln in Deutschland
Vor diesem Hintergrund rücken technologische Entwicklungen stärker in den Fokus. Künstliche Intelligenz und moderne Sensorsysteme könnten künftig dabei helfen, Ampelschaltungen dynamischer zu gestalten. Solche Systeme könnten erkennen, wie viele Menschen eine Straße überqueren wollen, und die Grünphasen entsprechend anpassen. An der Weingartenschule am See in Dortmund-Hörde kommt genau so ein System nun zum Einsatz. Die Schule nutzt eine Fußgängerampel, die mithilfe von KI erkennt, wenn Kinder die Straße überqueren möchten.
Sobald sich eine Gruppe dem Übergang nähert, schaltet die Ampel automatisch auf Grün. Das Tiefbauamt hat die Anlage an der Weingartenstraße dafür technisch erweitert und modernisiert. Das System reagiert nicht nur auf einzelne Personen, sondern auch auf Gruppenbewegungen. Für Schüler und Eltern bedeutet das weniger Zeitdruck und ein entspannteres Überqueren der Fahrbahn. Technisch arbeiten an der Ampel zwei Kameras, die mithilfe von Algorithmen der künstlichen Intelligenz Bewegungen im Bereich des Übergangs analysieren. Sie lösen das Signal für Grün aus, sobald Fußgänger heranlaufen, und verlängern die Phase, wenn weitere Personen dazukommen.
(Quellen: Stadt Dortmund, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














