1.200 Arbeiter und 93 Filialen: Deutsche Baumarkt-Kette insolvent

Der Blick in einen Baumarkt. Man sieht ein Regal mit verschiedenen Zangen und Dingen für Sanitäranlagen. Alles hängt geordnet an dem Regal. Menschen sind keine zu sehen.
Symbolbild © imago/imagebroker

Eine bekannte deutsche Baumarkt-Kette ist insolvent. Insgesamt sind 93 Filialen und circa 1.200 Angestellte davon betroffen. Nun fragen sich viele, wie es in den kommenden Wochen weitergeht.

Eine bekannte deutsche Baumarkt-Kette musste Insolvenz anmelden. Davon sind 93 Filialen und 1.200 Mitarbeiter betroffen. Sie alle fragen sich nun, wie es weitergehen soll.

Insolvenz: 93 Filialen betroffen

Es ist eine der bekanntesten deutschen Baumarkt-Ketten, und dennoch musste man nun Insolvenz anmelden. Bereits Ende Januar hat man beim Amtsgericht Bielefeld den entsprechenden Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt sind 93 Filialen in der Bundesrepublik sowie 1.200 Angestellte davon betroffen. Dabei gab es erst im Herbst vergangenen Jahres ein Investorenkonsortium, welches die deutsche Baumarkt-Kette retten wollte. Etwa 90 Hammer-Standorte sollten unter der neu gegründeten Hammer Raumstylisten GmbH wieder profitabel betrieben werden. Doch die Erwartungen enttäuschten bereits nach kurzer Zeit, als es zu verzögerten Lieferungen und sinkenden Umsätzen kam.

Die deutsche Baumarkt-Kette blickt auf eine mehr als 50-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Gegründet im Jahr 1976 entwickelte sie sich im Laufe der Zeit zu einem der beliebtesten Anbieter für Bodenbeläge, Gardinen, Raumgestaltung und Heimtextilien. Als im Juni 2025 der ursprüngliche Mutterkonzern, die Brüder Schlau GmbH & Co. KG, infolge finanzieller Probleme bereits in eine erste Insolvenz geraten war, hatte das Amtsgericht Bielefeld ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung genehmigt. Damals fielen rund 70 Hammer-Filialen zum Opfer. Die verbliebenen Märkte sollten unter neuer Leitung stabilisiert werden – doch die Realität sah anders aus.

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Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

Nun ist die deutsche Baumarkt-Kette erneut insolvent. Derzeit bleiben alle 93 Hammer-Filialen noch offen, und das Insolvenzgeld sichert die Gehälter der Mitarbeiter für die kommenden Monate. Wie es danach weitergeht, ist jedoch noch nicht bekannt.

Derzeit will man eine Sanierungsstrategie entwickeln und prüfen, welche Fortführungsmöglichkeiten oder Investorenszenarien es noch für die Baumarkt-Kette geben kann. Bisher war das schwierig, weil die Branche derzeit von strukturellen Problemen und schwachem Konsum bei steigenden Kosten geprägt ist. Wie es weitergeht, ist derzeit also noch ungewiss.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Amtsgericht Bielefeld, Hammer Raumstylisten GmbH)