1.300 Beschäftigte: Baumarkt-Kette kämpft nun ums Überleben

Im Außenbereich eines Baumarktes oder Gartencenters befinden sich mehrere Reihen von Tischen, auf denen viele verschiedene Topfpflanzen stehen. Eine Kundin steht in einem solchen Gang und schaut sich gerade eine Pflanze an, die sie in den Händen hält. Der Einkaufswagen vor ihr ist schon voll mit den verschiedensten Topfpflanzen.
Symbolbild © imago/JOKER

In der gesamten Branche kriselt es ‒ und auch diese bekannte Baumarkt-Kette kämpft nun ums Überleben. Tausende Beschäftigte sind von der besorgniserregenden Schieflage betroffen. So geht es in der herausfordernden Situation weiter.

Treue Kunden können es kaum glauben: Ein bekannter Baumarkt ist insolvent und muss plötzlich um die eigene Zukunft bangen. Die Details.

Krise in der Branche fordert zahlreiche Opfer

Verbraucher sind mit den Baumärkten wieder zufriedener ‒ das zeigt der „Kundenmonitor Deutschland 2025“. Doch in der Branche kriselt es. Nach dem großen Boom während der Corona-Pandemie ist der Umsatz bei vielen Händlern deutlich eingebrochen. Die anhaltende Inflation belastet die Baumärkte, da die Kunden ihr Geld lieber zurückhalten. Hinzu kommt eine Flaute im Wohnungsbau. Die Folge: Die Nachfrage nach Baumaterialien ist gesunken. Auch gestiegene Einkaufspreise und hohe Energiekosten machen vielen Betrieben bis heute zu schaffen. Nicht selten landen Betroffene in der Insolvenz. Nun hat die Branchenkrise ein weiteres Opfer gefordert.

Großer Schock: Diese Baumarkt-Kette kämpft nun ums Überleben

Die bekannte Dortmunder Kette Hellweg hat beim Amtsgericht in Essen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Hintergrund der Entwicklung ist insbesondere die wirtschaftlich herausfordernde Lage, so das Unternehmen. Auch die gestiegenen Mieten für die Filialen belasten viele Händler. Für die Kunden ändert sich im Moment nichts: Der Verkauf läuft zunächst ganz normal weiter.

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Für die betroffene Tochtergesellschaft BayWa-Bau- und Gartenmärkte sind rund 1.300 Mitarbeiter in Süddeutschland tätig. Sie können sich zunächst auf das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit verlassen. Das gilt auch für die 2.900 Hellweg-Beschäftigten, die nun um die Zukunft ihres Arbeitgebers und somit wohl auch um ihre eigenen Jobs bangen dürften. Ein Team aus Sanierungsexperten soll den Betrieb nun durch diese schwierige Phase steuern. Die Berater wollen alle Standorte genau analysieren, um das Filialnetz für die Zukunft wirtschaftlicher aufzustellen. Gleichzeitig bleibt die Geschäftsführung während des Verfahrens in Eigenverwaltung weiter im Amt. Ob die Rettung tatsächlich gelingt, bleibt nun abzuwarten.

(Quellen: BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Hellweg-Gruppe, Bundesagentur für Arbeit)