1000 Mitarbeiter: Bosch schließt ganzes Werk und streicht Stellen

Das Bosch-Gebäude hinter einer Begrünung mit Bäumen und einer Abgrenzung. Die Glasfronten scheinen im Sonnenlicht und reflektieren ein gegenüberliegendes Gebäude. Auf dem Dach ist das rote Bosch-Logo klar sichtbar.
Symbolbild © istockphoto/lcva2

Die Krise spitzt sich offenbar zu: Bosch schließt ein traditionsreiches Werk und bleibt seinem harten Sparkurs somit weiterhin treu. Die Beschäftigten des Konzerns müssen nun um ihre berufliche Zukunft bangen. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen. 

Lautstarke Proteste der Mitarbeiter haben offenbar nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Bosch bleibt seiner Linie treu – und rückt nicht von der geplanten Schließung eines bedeutenden Standorts ab. Zudem entfallen zahlreiche Stellen.

Bittere Aussichten für Bosch-Beschäftigte – viele müssen gehen

Massive Probleme in der Mobilitätssparte belasten den global größten Autozulieferer Bosch seit Jahren. Besserung scheint nicht in Sicht – zuletzt hat sich die anhaltende Krise beim Industrieriesen weiter verschärft. Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen inzwischen einen deutlichen Gewinneinbruch. Dieser beläuft sich auf fast die Hälfte des Vorjahresergebnisses. Die Aufträge sind gesunken. Beschäftigte bangen um ihre berufliche Zukunft bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber, der lange Zeit als verlässlich galt. Denn jetzt fährt Bosch einen harten Sparkurs. Schätzungsweise 22.000 Stellen sollen im Zulieferergeschäft bis 2030 wegfallen.

Trotz massiven Widerstands: Bosch schließt dieses Werk

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Bittere Gewissheit gibt es inzwischen auch für das Bosch-Werk in Waiblingen. Der Technologiekonzern hat sich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan für die Arbeitnehmer geeinigt. Bereits 2025 wurde bekannt, dass das Werk mit langjähriger Produktionsgeschichte vor dem Aus steht. Um Kosten zu sparen, wandern viele Aufträge zunehmend ins Ausland. Auch für die Belegschaft ist es ein harter Schlag: 560 Mitarbeiter sind betroffen, die teilweise dem Betrieb besonders lange zugehörig sind.

Nach aktuellen Informationen sollen 340 der Stellen entfallen, während 220 Mitarbeitern Wechselmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden sollen. Damit der Stellenabbau möglichst fair verläuft, hat Bosch ein spezielles Paket geschnürt: Wer das Unternehmen verlassen muss, erhält eine Abfindung, Vorruhestand oder Altersteilzeit. Inzwischen ist klar, dass Bosch trotz des lautstarken Widerstands der Beschäftigten am Schließungsplan festhält – und das Ende somit wohl besiegelt ist. Das endgültige Aus ist für Ende 2028 geplant. In Homburg sollen bis 2032 rund 1.000 Jobs wegfallen, ohne dass jemandem einfach so gekündigt wird. Der Standort bleibt erhalten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Unternehmensmitteilung)