
Ein deutscher Riesen-Konzern will Stellen abbauen. Tausende Beschäftigte bangen derzeit um ihre Arbeitsplätze. Die Sparmaßnahmen stoßen auf massive Kritik. Auch die Reaktion der IG Metall lässt nicht lange auf sich warten.
Jetzt greift dieser Industrie-Riese konsequent durch. Weil der Druck wächst, müssen Stellen wegfallen. Deshalb fürchten betroffene Arbeitnehmer um ihre berufliche Zukunft und müssen sich auf einiges gefasst machen.
Schock für Arbeitnehmer: Deutscher Riesen-Konzern will Stellen abbauen
Dieses deutsche Stahl- und Technologieunternehmen hat vergangenes Jahr einen Milliardenverlust erlitten. Für 2023/24 beläuft er sich auf 1,4 Milliarden Euro. Darum steckt die Stahlindustrie mitten in der Krise. Und das wirkt sich auf das Personal aus: Denn Thyssenkrupp hat angekündigt, Tausende Stellen abzubauen. Die Sparmaßnahme betrifft Arbeitnehmer der Tochterfirma Thyssenkrupp Steel Europe. Insgesamt 27.000 Menschen beschäftigt das Unternehmen, rund 13.000 davon in Duisburg. Von den Abbauplänen werden viele der Arbeitnehmer an diesem Standort betroffen sein.
Etwa 5.000 Arbeitsplätze will Thyssenkrupp bis 2030 abbauen, 6.000 Stellen auslagern. Damit beläuft sich die Zahl auf 11.000. Daher ist jetzt schon klar, dass das Werk im nordrhein-westfälischen Kreuztal wohl schließen muss. Davon sind 500 Mitarbeiter betroffen. Thyssenkrupp begründet die Entscheidung mit dem steigenden Druck in der Stahlindustrie. Denn generell stecken Industrieunternehmen in der Krise und leiden unter den wirtschaftlichen Entwicklungen, so zum Beispiel große Autohersteller. Auch die IG Metall reagiert auf die Entscheidung des Stahlunternehmens.
IG Metall zeigt sich empört ‒ und verkündet eine klare Botschaft
Auf Verhandlungen wolle man sich unter diesen Umständen nicht einlassen, erklärt die IG Metall. Außerdem zeigt sich die Gewerkschaft von den Plänen des Stahlkonzerns empört. Mit betriebsbedingten Kündigungen und Werksschließungen ginge das Unternehmen zu weit. Zudem werden die Zukunftspläne des Konzerns generell bemängelt: Eine langfristige Finanzstrategie sei bisher nicht ersichtlich.
Es gibt derzeit keine spezifischen öffentlichen Informationen darüber, ob das Werk in Kreuztal-Eichen profitabel ist oder nicht. Die Entscheidung zur Schließung wurde im Rahmen der umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen getroffen. Bis März 2026 profitieren die Mitarbeiter des Stahlherstellers wohl noch von einer Beschäftigungsgarantie und können demnach nicht aus betriebsbedingten Gründen entlassen werden. Was danach passiert und wie viele Thyssenkrupp-Mitarbeiter tatsächlich von einer Kündigung betroffen sein werden, bleibt offen.














