LKW steht in Flammen! Unfall-Gaffer auf der A5 werden angezeigt

Symbolbild Foto: Fabian Geier

Fabian Geier – Ein ausgebranntes LKW-Führerhaus, ein stundenlanger Bergungseinsatz und ein kilometerlanger Stau waren die Folge eines LKW-Brandes auf der Autobahn BAB5 bei Bruchsal in der Nacht auf Samstag.

Gegen 24 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Bruchsal und Forst zu einem LKW-Brand auf die BAB5 bei Bruchsal in Fahrtrichtung Norden alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand bereits das Führerhaus des Sattelzuges in Vollbrand. Die Flammen griffen bereits auf den Auflieger über. Die Feuerwehr ging mit mehreren Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor.

Der Fahrer des Sattelzuges nahm während der Fahrt einen lauten Knall aus dem Sicherungskasten seines Gefährtes wahr und kurz darauf schlugen bereits Flammen aus der Motorhaube. Er steuerte den LKW umgehend auf den Seitenstreifen und brachte sich in Sicherheit.

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Der Sattelzug wurde jedoch total zerstört.

Der LKW hatte Tonnenweise Trauben geladen im Wert von 60.000 Euro. Im Nachgang zu den Löscharbeiten musste dieser mühsam ausgeladen und die Trauben auf Ersatz-LKW umgeladen werden. Hierzu wurden neben den Einsatzkräften der Feuerwehr auch das THW hinzugezogen. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Morgenstunden hinein an.

Die Bergung des ausgebrannten Sattelzuges und die Reinigung der Fahrbahn wird sich noch bis in die Mittagsstunden hinziehen. Der Verkehr musste zunächst voll gesperrt werden. Später wurde die linke Spur freigegeben. Der Verkehr staute sich jedoch kilometerweit zurück.

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Ein großes Problem waren mal wieder die nur sehr mühsam gebildete Rettungsgasse und die Gaffer an der Einsatzstelle. Die Polizei kontrollierte die vorbeifahrenden Fahrzeuge und dokumentierte Handyfilmer und Gaffer am Steuer. Hier wird es zahlreiche Anzeigen geben, welche die jeweiligen Autofahrer zu erwarten haben.

Durch den Brand der Sattelzugmaschine flossen etwa 500l Dieselkraftstoff auf den
Standstreifen und ins Erdreich. Durch Behördenvertreter  wurde entschieden, dass das Erdreich in der Folge abgetragen werden muss. Verletzt wurde bei dem Brandgeschehen niemand. Der Gesamtschaden am Fahrzeug und der Ladung wird auf etwa 300.000 Euro geschätzt.