2.000 Stellen-Aus: Geplante Mega-Fabrik scheitert in Deutschland

Eine große Produktionsstätte wird aus der Luft fotografiert. Das Werk liegt inmitten eines Industriegebiets. Die Dächer der Hallen sind grau. Ein Schornstein ist zu sehen und die gesamte Anlage scheint auf dem Land zu sein.
Symbolbild © imago/Hans Blossey

Eine besonders bittere Pille müssen alle Beteiligten in diesem Fall jetzt schlucken. Denn eine geplante Mega-Fabrik scheitert in Deutschland. Mit einem Mal fallen 2.000 Stellen weg.

2.000 Stellen gibt es auf einmal nicht mehr. Denn eine Mega-Fabrik scheitert in Deutschland und hinterlässt bei den Menschen in der Region Wut und Trauer.

Endgültiges Aus: Schuld daran ist die E-Mobilität

Fast fünf Jahre haben die Menschen in der Region und auch die Politiker des Bundeslandes gehofft, dass die Mega-Fabrik tatsächlich gebaut wird. 2.000 Menschen hätten in der Region einen Job gefunden. Und dazu einen wirklich zukunftsträchtigen. Denn viele Experten, und auch die Politiker selbst, sehen die Zukunft in der E-Mobilität. In genau dieser Branche wollte das Unternehmen Fuß fassen und entsprechend als Zulieferer fungieren.

Seit 2021 sollte der Bau stattfinden. Doch immer wieder verzögerten sich die Maßnahmen. Es blieb nur bei den Plänen. Inzwischen glaubte wohl niemand mehr so recht, dass die Fabrik wirklich eröffnen würde. Und genau so kommt es jetzt leider auch. Schuld an diesem Aus ist ausgerechnet die E-Mobilität selbst bzw. die Reaktion der Menschen auf genau diese.

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Mega-Fabrik scheitert in Deutschland: Politiker drücken Bedauern aus

In Kaiserslautern sollte die Automotive Cell Company (kurz: ACC) eröffnen. Bereits 2021 hat die Freigabe hierfür stattgefunden. Die Fabrik sollte auf das ehemalige Opel-Gelände ziehen. Das Gemeinschaftsunternehmen vom Autokonzern Stellantis und dem französischen Energieunternehmen TotalEnergies sollte in Rheinland-Pfalz 2.000 Arbeitsplätze schaffen und einen wichtigen Bestandteil der E-Mobilität liefern. Doch soweit kam es nicht. Denn die E-Mobilität kommt nur schleppend voran. Die Begeisterung ist längst nicht so groß, wie sich die Konzerne dies erhoffen. Schon am französischen Standort von TotalEnergies soll es zu Problemen gekommen sein, weshalb man nun eine Eröffnung in Deutschland nicht mehr erwäge.

Der Minister von Rheinland-Pfalz drückte sein Bedauern über diese Entscheidung aus. An der Unterstützung des Bundeslandes habe es seiner Aussage nach nicht gelegen. Denn man habe dem Unternehmen nicht nur großzügige finanzielle Mittel in Aussicht gestellt, sondern sei auch sonst sehr kooperativ gewesen. Damit stirbt die nächste Hoffnung auf einen Arbeitgeber, der viele Arbeitsplätze in die Region bringt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Reuters, AFP, SWR, Rheinpfalz)