
Raucher könnten bald stärker zur Kasse gebeten werden, denn die Tabaksteuer soll deutlich erhöht werden. Pro Schachtel sollen dann bis zu zwei Euro mehr als bislang fällig werden.
Zuletzt mit Beginn des neuen Jahres erhöhten sich die Preise für eine Schachtel Zigaretten wieder. Dies könnte bald jedoch noch deutlich mehr werden. Die Tabaksteuer soll bald deutlich erhöht werden.
„Kostet Tausende Menschen das Leben“: Ärzte schlagen Alarm
Jedes Jahr sterben über 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Wer zur Zigarette greift, ist sich des Risikos auch deutlich bewusst. Aber das stört wohl die wenigsten. Allein in Deutschland schätzt die Weltgesundheitsorganisation die Anzahl der Raucher auf über sechzehn Millionen. Und auch immer mehr junge Menschen greifen zum Glimmstengel. Besonderen Aufwind erhielt das Rauchen unter den Jugendlichen mit der Einführung der E-Zigaretten. 15,9 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren und 40,8 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 greifen bereits zur klassischen oder zur E-Zigarette. Obwohl die Ärzte Alarm schlagen, scheint dies nichts an der Situation zu ändern.
Tabaksteuer soll bald deutlich erhöht werden: Höhere Preise sollen abschrecken
Dies kann jedoch nicht so weiter gehen. Die Krankenkassen schlagen Alarm, denn alleine durch das Rauchen würden sich Milliarden Euro für direkte und indirekte Kosten zur Behandlung der Betroffenen ansammeln. Diese müssen finanziert werden. Deshalb fordern die ersten Politiker, die Tabaksteuer drastisch zu erhöhen. Der Preis soll dabei um zwei Euro pro Packung steigen.
Während die Tabakindustrie vor einer solchen drastischen Preissteigerung warnt und darin eine Förderung des illegalen Zigarettenhandels sieht, empfinden Ärzteverbände und Krankenkassen dies als längst erforderlichen Schritt. So könne man beispielsweise mit den Mehreinnahmen die Krankenkassen entlasten. Letzteren reicht dies jedoch nicht aus. Um den Kassen zu helfen, bedürfe es eines umfangreicheren Pakets mit mehreren Maßnahmen. Zum Beispiel soll zusätzlich die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent bei Medikamenten gesenkt werden. Andere wiederum sehen es als sinnvoller an, eine Erhöhung der Steuer für Tabakerzeugnisse schrittweise durchzuführen, so wie es bislang geschieht.
(Quellen: dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














