250 Euro gekürzt: Millionen Menschen erhalten nun weniger Geld

Ein Mann oder eine Frau steht an einem Geldautomaten und hebt Geld ab. In der Hand hält die Person mehrere Geldscheine. An dem Gerät liegt auch das Portemonnaie.
Symbolbild © imago/ Lobeca

In finanziell schweren Zeiten zählt jeder Euro auf dem Konto. Allerdings werden zahlreichen Menschen bis zu 250 Euro gekürzt ‒ und oft macht sich das fehlende Geld schnell im Portemonnaie bemerkbar. Wer davon betroffen ist.

Wer spart, sorgt vor. Diese Möglichkeit haben jedoch nicht alle Bürger, denn viele müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Nun zeigt sich, dass gewisse Beträge regelmäßig gekürzt werden.

Finanzielle Vorsorge: Einkommen reicht nicht immer für Rücklagen

Wer jahrzehntelang Seite an Seite durchs Leben geht, sorgt sich meist auch um die Zeit danach. Paare vertrauen darauf, dass der Partner finanziell weich fällt, wenn einer von beiden nicht mehr da ist. Ein Report des Versicherers AXA zeigt: Insbesondere Frauen sind besorgt um ihre finanzielle Zukunft. 54 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen würden demnach gerne in größerem Umfang fürs Alter sparen, können es sich allerdings nicht leisten.

Die Vorstellung, dass zumindest die eingezahlten Rentenbeiträge im Ernstfall als Sicherheit dienen, gibt vielen Menschen ein wichtiges Gefühl der Gewissheit und Kontrolle. Die Realität im Alltag sieht allerdings oft anders aus, etwa bei der Hinterbliebenenrente, da komplizierte Verrechnungen das Geld auf dem Konto schnell schrumpfen lassen. Anspruch auf diese Art der Rente haben grundsätzlich hinterbliebene Ehepartner. Voraussetzung für die Zahlung ist, dass der Verstorbene entweder über fünf Jahre hinweg Beiträge geleistet hat oder zum Zeitpunkt seines Todes pflichtversichert war.

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250 Euro werden im Schnitt gekürzt

Statistiken der Rentenversicherung machen das Ausmaß deutlich: Bei gut zwei Millionen Empfängern fällt die Überweisung geringer aus als eigentlich vorgesehen. Das betrifft demnach einen beachtlichen Teil der über fünf Millionen Hinterbliebenenrenten in Deutschland. Der Grund dafür ist, dass die Kasse das eigene Einkommen anrechnet. Über dem Freibetrag liegende Beträge schmälern also die Witwenrente. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während es bei Männern 250 Euro im Schnitt sind, werden bei Frauen immerhin 147 Euro abgezogen. Knapp 1.077 Euro können Witwen und Witwer jeden Monat verdienen, ohne dass eine Anrechnung stattfindet. Übersteigt das Einkommen diese Grenze, wird entsprechend gekürzt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Rentenversicherung)