
Für die Hinterbliebenen und die Angestellten dürfte diese Neuigkeit wie der blanke Hohn wirken. Der Täter, der eine Frau mit 26 Messerstichen in einer Modefiliale tötete, kommt nicht ins Gefängnis.
Während die Hinterbliebenen und die Angestellten immer noch fassungslos sind, steht jetzt fest, dass der Täter nicht ins Gefängnis kommt. Dies hat ein aktuelles Gutachten ergeben.
„Immer noch schockiert“: Modekette reagiert fassungslos und mit Respekt
Am 7. Mai endete die Begegnung der Chefin in der Krefelder Filiale „New Yorker“ mit einem ehemaligen Angestellten tödlich. Der 25-jährige Täter habe laut eigener Aussage den Entschluss gefasst, sein Opfer umzubringen und dazu extra ein Messer eingesteckt. Er habe sich durch seine ehemalige Chefin gemobbt und erniedrigt gefühlt, weshalb er diese Tat begehen wollte. Das Opfer habe noch versucht zu fliehen, doch der Täter hielt ihr die Tür zu und habe dann auf sie eingestochen, wie er jetzt selbst vor Gericht ausgesagt hat. Die Modekette „New Yorker“ reagierte entsetzt und konnte nicht fassen, dass es zu so einer brutalen Tat kommen konnte.
Täter kommt nicht ins Gefängnis: Gutachter gibt eindeutige Einschätzung
Doch obwohl der 25-jährige ehemalige Angestellte sein wehrloses Opfer mit 26 Messerstichen tötete und kurz nach seiner Flucht in der Nähe des Tatortes gestellt werden konnte, kommt der Täter wohl nicht ins Gefängnis. Denn ein Gutachten hat nun ergeben, dass er hochgradig schizophren sei und man davon ausgehen müsse, dass er rückfällig werden würde.
Deshalb gehen Experten nun davon aus, dass er aufgrund dieser Feststellung lebenslang in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden wird. Obwohl man davon ausgeht, dass er zur Tatzeit schuldunfähig war und dies im ersten Augenblick wohl weniger schlimm zu sein scheint als eine normale Haftstrafe, sieht es nicht danach aus. Denn eine lebenslange Verwahrung in einer geschlossenen Einrichtung mit erhöhter Sicherheitsstufe bedeutet, dass der Täter dort nie wieder herauskommen wird. Momentan befindet sich der Angeklagte noch in Untersuchungshaft.
(Quelle: dpa)














