30.000 Euro vom Staat: Neues Förderprogramm startet im Juli

Im Vordergrund ist eine Hand hält viele Münzen. Das Kleingeld in der Handfläche ist neben einer schön eingerichteten, hellen Wohnung mit großen Fenstern abgebildet. Beim Blick aus dem Fenster sind Berge zu sehen.
Symbolbild

Während in vielen Städten dringend Wohnungen gesucht werden, stehen gleichzeitig zahlreiche Büros, Ladenlokale und Gewerbeflächen leer. Genau hier setzt ein neues Förderprogramm des Bundes an. Ab Juli 2026 können Eigentümer finanzielle Unterstützung erhalten.

Mit dem Programm verfolgt die Bundesregierung zwei Ziele gleichzeitig. Einerseits soll neuer Wohnraum entstehen, andererseits sollen leerstehende Gebäude wieder einen Nutzen haben. Vor allem in Innenstädten gibt es viele alte Geschäfte, Büros oder Praxisräume, für die sich kaum noch Mieter finden. Durch den Umbau könnten dort künftig Wohnungen entstehen.

300 Millionen Euro: Wohnungen gezielt fördern lassen

Für viele Eigentümer scheiterte eine Umnutzung bisher an den hohen Kosten. Umbauten, neue Grundrisse, Brandschutzauflagen oder technische Anpassungen können schnell mehrere zehntausend Euro verschlingen. Genau hier soll die Förderung ansetzen. Der Bund unterstützt Eigentümer, wenn aus leerem Gewerbe dauerhaft Wohnraum entsteht. Nach Angaben des Bundes stehen für das neue Programm rund 300 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung richtet sich unter anderem an private Eigentümer, Unternehmen und andere Immobilieneigentümer.

Voraussetzung ist, dass die betroffenen Flächen bislang gewerblich genutzt wurden und künftig als Wohnungen genutzt werden sollen. Die Höhe der Förderung hängt vom jeweiligen Projekt ab. Besonders große Maßnahmen können mit Zuschüssen von bis zu 30.000 Euro unterstützt werden. Die genaue Förderhöhe richtet sich nach den geplanten Maßnahmen und den jeweiligen Voraussetzungen vor Ort.

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Viel zu wenig Wohnraum vorhanden – jetzt gibt es hohe Fördergelder

Die Bundesregierung reagiert damit auf zwei Entwicklungen gleichzeitig. Zum einen bleibt die Nachfrage nach Wohnraum in vielen Regionen hoch. Zum anderen verändert sich die Nutzung von Gewerbeflächen. Homeoffice, Onlinehandel und veränderte Arbeitsmodelle führen dazu, dass zahlreiche Büro- und Ladenflächen leer stehen. Experten sehen in der Umwandlung bestehender Gebäude großes Potenzial. Anders als bei Neubauten müssen keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden. Gleichzeitig können bestehende Gebäude weiter genutzt werden. Das spart Ressourcen und beschleunigt die Schaffung von Wohnraum.

Für Eigentümer könnte sich ein genauer Blick auf die neue Förderung deshalb lohnen. Gerade ältere Büroflächen oder leerstehende Ladenlokale bieten oft Möglichkeiten für eine Umnutzung. Mit dem staatlichen Zuschuss sinkt die finanzielle Belastung deutlich. Wer entsprechende Pläne verfolgt, sollte sich frühzeitig über die Voraussetzungen informieren. Mit dem Start des Programms im Juli dürfte das Interesse groß sein. Die bereitgestellten Fördermittel sind zwar umfangreich, aber nicht unbegrenzt.

(Quellen: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Bundesregierung)