43 Todesopfer: Tödliche Giftspinne breitet sich in Deutschland aus

Eine Spinne mit langen Beinen krabbelt auf einem Sofakissen im Wohnzimmer. Im Hintergrund sitzt eine Frau, die ein Blatt Papier in den Händen hat und etwas liest.
Symbolbild © imago/imagebroker

Diese Art gab es hierzulande noch nie: Eine tödliche Giftspinne hat es bis nach Deutschland geschafft. Der seltene Achtbeiner wurde erst kürzlich entdeckt. Ein Experte aus Karlsruhe hat den furchterregenden Fund mittlerweile bestätigt.

Bei dieser Nachricht wird sogar Tierfreunden ganz mulmig zumute. Eine unerwartete Spinnenentdeckung sorgt für Aufsehen. Plötzlich ist die spezielle Art in Deutschland aufgetaucht.

Experte ist alarmiert: Eine tödliche Giftspinne ist in Deutschland angekommen 

Sie hat sechs Augen und lange Beine, einen blassgelben, orangen oder rotbraunen Körper ‒ und sie ist gefährlich für Menschen. Eine exotische Spinne hat es jetzt nach Deutschland verschlagen. Erst kürzlich wurde der Achtbeiner überraschend an der Tübinger Uni entdeckt. Eigentlich lebt das Tier zurückgezogen. Den Kontakt zu Menschen sucht es nicht. Wenn die Giftspinne sich allerdings bedroht fühlt, kann sie zubeißen. Offenbar wurde sie eingeschleppt.

Spinne hat zugebissen: Was im Ernstfall zu tun ist 

Ein Spinnenexperte hat sich die Sache ganz genau angeschaut ‒ und ist zu einem eindeutigen Schluss gekommen: Harte Maßnahmen sind gefragt. Hubert Höfer vom Naturkundemuseum in Karlsruhe rät, das Tier direkt aktiv zu bekämpfen. Weil viele Spinnenarten grundsätzlich nützlich sind, ist eine solche Empfehlung selten. In diesem Fall sollen nun aber Klebefallen zum Einsatz kommen. Außerdem werden Studenten eindringlich vor dem Achtbeiner gewarnt. Große Hoffnung, dass die Spinne wieder ganz von dort verschwinden wird, gibt es allerdings nicht. Das dürfte vor allem für Phobiker das Leben schwer machen.

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Der Biss der Chilenischen Einsiedlerspinne (Loxosceles laeta) ist nicht ganz ungefährlich. Obwohl es selten passiert, kann er zum Tod führen. In ihrer Heimat in Südamerika gab es innerhalb von zehn Jahren über 40 tödlich verlaufene Fälle. Wer gebissen wird, verspürt zumeist ein Brennen und Jucken. Anschließend schwillt die Stelle manchmal an. Sofern das Gift in tieferes Gewebe gelangt, sind schwere Hautschädigungen möglich. Deshalb ist eine sofortige ärztliche Behandlung wichtig. Bei einem Fund der Einsiedlerspinne gilt es, Ruhe zu bewahren, das Tier nicht eigenständig zu töten und einen Experten zu informieren.

(Quellen: Tagesschau, Universität Tübingen)