50.000 Euro Strafe: Zoll warnt vor diesem Feuerwerk

Ein Hund sucht die Straßen nach Feuerwerkskörpern ab. Es ist ein Hund des Karlsruher Zolls, der nach illegalen Knallern und Böllern sucht. Dafür drohen hohe strafrechtliche Konsequenzen.
Symbolbild © imago/Harald Dostal

An Silvester gehören Böller und Feuerwerksraketen für viele Menschen zum Jahreswechsel. Schon Tage vor dem 31. Dezember füllen sich Innenstädte mit Verkaufsständen. Bei Verstößen drohen allerdings Strafen bis zu 50.000 Euro.

Jedes Jahr steigen die Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten aufgrund der Böller und Raketen deutlich an. Besonders in dicht besiedelten Gebieten geraten Einsatzkräfte regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen. Vor diesem Hintergrund weisen Behörden darauf hin, dass nicht jedes Feuerwerk erlaubt ist.

Gefahr an Silvester: Feuerwerk sorgt für Kritik

Seit Jahren steht privates Feuerwerk zunehmend in der Kritik. Umweltverbände bemängeln vor allem die hohe Feinstaubbelastung, die in der Silvesternacht innerhalb weniger Stunden entsteht und die Luftqualität deutlich verschlechtert. Auch der massive Müll, der am Neujahrsmorgen Straßen und Parks bedeckt, sorgt für Diskussionen. Hinzu kommen die Auswirkungen auf Tiere: Haustiere geraten durch die lauten Explosionen in Panik, Wildtiere flüchten orientierungslos, teils mit tödlichen Folgen. Mediziner verweisen zudem auf schwere Hand- und Augenverletzungen, die jedes Jahr vor allem junge Menschen betreffen. Experten warnen zudem, dass Alkoholkonsum beim Zünden von Feuerwerk das Unfallrisiko weiter erhöht.

Bei Verstoß: 50.000 Euro Strafe droht

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International gehen einige Länder bereits strengere Wege im Umgang mit Feuerwerk. In Teilen Australiens und Kanadas ist privates Feuerwerk stark eingeschränkt oder nur mit Genehmigung erlaubt. Auch in den Niederlanden werden seit Jahren umfassende Verbote diskutiert und teilweise umgesetzt, nachdem Ausschreitungen und Verletzungen zugenommen hatten. In anderen europäischen Ländern gibt es zeitlich und räumlich begrenzte Verbotszonen. Wo vollständige Verbote bisher nicht gelten, wächst dennoch der gesellschaftliche Druck. Umfragen zeigen, dass viele Bürger ein generelles Verbot privaten Feuerwerks für sinnvoll halten.

Zum Jahreswechsel warnt das Hauptzollamt Heilbronn eindringlich vor illegalem Feuerwerk. Wer nicht zugelassene Böller oder Raketen aus dem Ausland nach Deutschland einführt oder über das Internet bestellt, muss mit hohen Strafen rechnen. Händler dürfen in Deutschland nur CE-geprüfte Feuerwerkskörper verkaufen, somit dürfen Verbraucher ausschließlich diese legalen Produkte anzünden. Der Bußgeldkatalog sieht je nach Bundesland Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro vor. In besonders schweren Fällen drohen darüber hinaus strafrechtliche Konsequenzen: Wer nicht zertifizierte Feuerwerkskörper herstellt, weitergibt oder verwendet, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

(Quellen: Sprengstoffgesetz, Polizeiticker)