
Diese Rente ist ein echter Schock: Trotz 50 Jahren Beschäftigung in Vollzeit fällt das Einkommen für den Ruhestand erschreckend gering aus. Der Fall zeigt, warum viele Senioren sich nicht auf ihren Lebensabend freuen können.
Viele sind im Alter auf Pfandflaschen und die Tafel angewiesen, um etwas Geld und eine warme Mahlzeit zu bekommen. Auch eine langjährige Vollzeitbeschäftigung genügt offenbar nicht immer für eine faire Rente.
Immer mehr Senioren leben arm
Die Altersarmut in Deutschland wächst. Inzwischen sind über 19 Prozent der Personen ab 65 Jahren betroffen. Die Gründe sind vielfältig: Teilzeitarbeit, aber auch Unterbrechungen im Erwerbsleben spielen eine wichtige Rolle bei der Rente. Besonders häufig trifft die Armut im Alter immer noch Frauen, die während ihres Arbeitslebens oftmals weniger verdienen, Minijobs und Teilzeitbeschäftigungen nachgehen oder Kinder erziehen. Die typischen Probleme betreffen allerdings nicht nur Menschen aus Deutschland, die ihren Ruhestand mit Sorge erwarten. Angst vor einem leeren Kühlschrank, soziale Isolation und psychische Probleme ‒ die Folgen sind auch in anderen Staaten real und belastend.
Trotz langjähriger Beschäftigung: Diese Rente ist ein wahrer Schock
Es ist ein Fall aus Belgien, der für Aufsehen sorgt: Die 69-jährige Christiane Vereecke sollte laut Rentenprognose ‒ trotz 50 Jahre Vollzeitarbeit ‒ lediglich 1.578 Euro Rente erhalten. Zwar fällt die Auszahlung mit 1.835 Euro nun doch höher als prognostiziert aus, doch der Schock saß offenbar tief. Vereecke soll bittere Tränen geweint haben, als sie von der ersten Prognose erfuhr. Zuletzt belief sich das Nettoeinkommen der Belgierin wohl auf 2.300 Euro.
Um die Rente zu berechnen, wird in Belgien jedoch nicht der letzte Verdienst als Basis herangezogen. Für eine korrekte Berechnung muss man vorrangig den Schnitt des Einkommens beachten, der sich aus dem gesamten Berufsleben ergibt. Zwar kann sich eine 50-jährige Beschäftigungszeit leicht positiv auf den Ruhestand auswirken, doch die zusätzlichen Jahre sollen laut Experten nicht ausschlaggebend für ein höheres Renteneinkommen sein. In Vereeckes Fall zeigt sich der bittere Beigeschmack: Trotz der langjährigen Arbeit bleiben ihr weniger als 1.900 Euro.
(Quellen: Deutsche Rentenversicherung, BMAS)














