660 Jobs fallen weg: Spielwaren-Kette schließt bald 27 Filialen

Ein unscharfes Bild im Inneren eines Spielzeugladens. Viele Spielzeuge und Autos stehen in den Regalen. Es ist ein Traumort für Kinder, die sich Geschenke aussuchen können. Eine Kult-Spielzeugkette im Karlsruher Raum ist jetzt insolvent.
Symbolbild © istockphoto/SViktoria

Eine Spielwaren-Kette schließt bald ganze 27 Filialen und setzt damit 660 Menschen vor die Tür. Mitarbeiter sowie Menschen aus der Region sind entsetzt und zeigen Solidarität mit den Angestellten.

Eine sehr beliebte und bekannte Spielwaren-Kette setzt nun eine schwerwiegende Maßnahme um und schließt bald 27 Filialen. Die 660 Angestellten können es einfach nicht fassen. Und auch die Menschen aus der Region zeigen Unverständnis und Frust.

Solidarität mit den Mitarbeitern: 660 Jobs fallen einfach weg

In Deutschland gibt es ca. 11 Millionen Kinder unter 13 Jahre. Bei einer so hohen Zahl geht man eigentlich davon aus, dass Spielwaren-Händler immer noch alle Hände voll zu tun haben. Denn auch wenn Medien relativ früh in das Leben des Nachwuchses Einzug halten, versuchen immer mehr Eltern dagegen zu halten und die Kleinsten mit normalem Spielzeug zu beschäftigen. Doch eine Kehrtwende scheint sich zu vollziehen, die insbesondere die Spielwaren-Händler vor Ort hart trifft. Die Eltern sowie andere Verwandte, die die Kinder beschenken, bestellen das Spielzeug lieber online. So musste es beispielsweise der Spielzeug-Riese Toys R Us erleben. Und auch Hersteller wie Haba kämpfen immer mehr mit fehlender Kundschaft. Eine große Spielwaren-Kette merkt dies nun ebenfalls und muss bald 27 Filialen schließen. 660 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Dies ist nicht mehr verhandelbar.

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Spielkette schließt 27 Filialen: So soll es weitergehen

Alleine bei dem Namen schwelgen wohl so manche Erwachsene in Kindheitserinnerungen. Doch dies nutzt dem Rofu Kinderland nun nichts mehr. Denn das Unternehmen musste Insolvenz anmelden. Die Gründe sind wie in den meisten Fällen die gleichen: Die Kunden kaufen zu wenig, während die Kosten permanent ansteigen. Den Preis zahlen nun 660 Menschen, die ihren Job verlieren.

Laut dem Rofu-Chef sei Reduzierung der Angestellten und die Schließung von 27 Filialen Teil eines Handels gewesen, ohne den ein Kaufvertrag nicht zustande gekommen wäre. Denn ein Investor hat sich gefunden und will die Spielwaren-Kette übernehmen. Allerdings nur noch mit 77 Filialen und ca. 1.000 verbleibenden Angestellten. Damit es die Kette auch tatsächlich in die Zukunft schafft, müssen nun noch die Gläubiger zustimmen. Der Kaufvertrag sei bereits unterschrieben, heißt es. Von den Mitleidsbekundungen haben die 660 gekündigten Mitarbeiter nichts mehr. Nun soll es die Spielwaren-Kette weiter in die Zukunft schaffen, mit einem neuen Investor und ohne Insolvenzverfahren ab August dieses Jahres.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bild)