700 Jahre: Archäologen machen Sensationsfund in Deutschland

Das Bild zeigt eine städtische Baustelle mit mehreren Arbeitern, einem Bagger und aufgeschütteten Erdhügeln. Im Hintergrund stehen historische Gebäude mit roten Dächern und markanten Kirchtürmen unter einem trüben, wolkenverhangenen Himmel.
Symbolbild © imago/EMAX

Bei der Freilegung eines Gebietes in einer Stadt in Nordrhein-Westfalen machen Archäologen einen echten Sensationsfund in Deutschland. Dieser ist fast 700 Jahre alt und gibt weitere Einblicke in die deutsche Geschichte.

Die Entdeckung bringt die Fachwelt regelrecht zum Staunen und wirft ein vollkommen neues Licht auf die Vergangenheit der Region. Dabei ahnte lange Zeit niemand, welche historischen Schätze tief im Boden verborgen lagen.

Über 100 Jahre alt: Fund in Nordrhein-Westfalen sorgt für Aufsehen

Seine Entdeckung hatte der über 100 Jahre alte Fund eigentlich einer Katastrophe zu verdanken: Am 20. Mai 2022 fegte ein Tornado über das Paderquellgebiet hinweg und entwurzelte 110 Bäume. Die Stadt hatte beschlossen, dieses Gebiet neu zu gestalten, und mit den Arbeiten im Januar dieses Jahres begonnen. Zu diesem Zweck hat man die obersten Erdschichten abgetragen und dabei die erste sensationelle Entdeckung gemacht. Hier entstand im Jahr 1902 zwischen der Grundschule St. Michael und der Börnepader ein Pumphaus. Damals spielte dieses eine wichtige Rolle bei der Wasserversorgung der Stadt und wurde auch für ein kommendes Ozonwerk genutzt. Beides verschwand jedoch 1937 aus dem Stadtbild und geriet in Vergessenheit – bis jetzt.

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Archäologen machen Sensationsfund: Sogar 700 Jahre alt

Weitere Ausgrabungen förderten noch mehr Mauerreste zutage und zeigen, dass es sich bei den Funden um wenigstens sechs voneinander deutlich unterscheidbare Bauphasen handeln muss. Die älteste reicht ins 14. Jahrhundert zurück, hat jedoch mit der Wasserversorgung nichts zu tun. Bei den Mauerresten handelt es sich um die Grenzmauer des damaligen Abdinghofklosters.

Experten erklärten, dass man mit den Abmessungen noch nicht fertig sei und das Areal bis dahin geöffnet bleibe. Außerdem soll auf weiterem Gelände mehr Boden abgetragen werden. Denn hier sollen acht Bäume gepflanzt werden und neue Wege entstehen. Interessierte haben daher noch die Möglichkeit, das Paderquellengebiet zu besichtigen und so etwas aus der Geschichte zu lernen. Da man jedoch fleißig baut, könnte es zu Absperrungen bestimmter Gebiete kommen, warnt die Stadt.

(Quellen: LWL-Archäologie für Westfalen, Stadt Paderborn, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)