Hellroter Ara Rosalinda und Rubin erstmals zusammen im Karlsruher Zoo

Foto: Stadt Karlsruhe

Hellroter Ara zog aus der Quarantänestation ins Südamerikahaus des Zoologischen Stadtgartens

Spannend, wer kommt denn da? Douglas verrenkte sich vor Neugierde fast den Kopf, um durch die Scheiben nach draußen zu blicken. Vor der Glasfront stand Tierpfleger Thomas Bersch, Ara Rubin auf der Hand, und machte zusammen mit seiner Kollegin Maria Rüssel die beiden Hellroten Ara „miteinander bekannt“. Kurz danach konnten die 22-jährige Rubin und der Pippi-Langstrumpf-Papagei Rosalinda erstmals Kontakt miteinander aufnehmen: Zunächst wurde kurz geschnäbelt, dann beobachteten sich die beiden Tiere aufmerksam von der Sitzstange aus.

Nach dem Tod seiner langjährigen Partnerin Gojan Ende September habe der Zoo Karlsruhe eine neue, artgleiche Partnerin für den 49-jährigen Douglas alias Rosalinda gesucht, erzählte Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt am Mittwochnachmittag (23. November). Die Wahl fiel auf Rubin. Sie wurde Mitte Oktober vom bisherigen privaten Halter an den Zoo abgegeben, da sie zuletzt Single war. „Wir hoffen, dass sie dem ‚alten Herrn‘ noch einmal Lebensfreude schenkt“, so Reinschmidt. Der schon etwas altersschwache Douglas habe sich sichtlich gelangweilt in letzter Zeit und sei um jede menschliche Ansprache froh gewesen, wusste Maria Rüssel. Andererseits zeige die Erfahrung, dass eine neue „Verbandelung nach langjähriger Partnerschaft besser nach einer gewissen Trauerzeit gelingt“, merkte Papageienexperte Reinschmidt an.

Papageien sind gesellige Tiere – und haben nach einiger Zeit des Alleinseins ein gesteigertes Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Das erste Date von Rubin und Rosalinda bestärkte das Zoo-Team darin, dass es mit den beiden Aras klappen wird. Und sobald sie sich noch näher gekommen sind, werden auch die Spelzen, die derzeit auf dem Kopf von Rubin zu sehen sind, der Vergangenheit angehören. Denn für das Herauszupfen der Spelzen ist bei den Papageien der Partner zuständig. Also: „Einmal frisieren, bitte!“.