
In Deutschland gibt es immer mehr Superreiche, wie neueste Daten belegen. Zugleich kämpfen Normalverdiener mit Existenzängsten und Problemen am Jobmarkt. In den sozialen Medien sorgt die Entwicklung für gemischte Reaktionen.
Zum Sparen reicht vielen ihr monatliches Einkommen nicht aus. Auch die Armutsquote wächst. Andererseits nimmt die Zahl der Superreichen weiter zu.
Die Zahl der Superreichen in Deutschland steigt
Probleme am Arbeitsmarkt und Angst um den eigenen Job ‒ viele Bürger sind um ihre berufliche Situation besorgt. Zugleich zeigt sich ein Kontrast im Land, der zum Teil für große Empörung in der Gesellschaft sorgt: Wie Daten belegen, gibt es hierzulande immer mehr Superreiche. Eine einheitliche Definition, ab wann man den Status erreicht hat, gibt es zwar nicht. Grundsätzlich wird jedoch ab einem Besitz von mehr als 100 Millionen Dollar davon gesprochen ‒ umgerechnet sind das etwa 86 Millionen Euro.
Weil viele Wohlhabende zugleich Firmeninhaber sind, dreht sich die Diskussion in den sozialen Medien unter anderem auch darum. „Wir brauchen eine starke Wirtschaft. Lasst die Unternehmer in Ruhe“, fordert eine Person etwa. „Es muss endlich ein gerechtes Steuersystem her“, schreibt ein anderer Instagram-Nutzer. „Und andere Leute sammeln Pfandflaschen“, heißt es in einem Kommentar.
So viele Menschen gelten als extrem reich
Ein Blick auf die konkreten Studienergebnisse der Boston Consulting Group (BCG) zeigt: In Deutschland leben mittlerweile rund 5.000 Menschen, die als superreich eingestuft werden. Der Zuwachs um mehr als 1.000 Personen innerhalb von nur 12 Monaten liegt laut Fachleuten unter anderem am anhaltenden Aufwärtstrend an den internationalen Finanzmärkten. Wer bereits über viel Kapital verfügt, profitiert von steigenden Aktienkursen und Renditen aus Sachwerten.
Auf der anderen Seite belastet die Inflation der vergangenen Jahre die Geldbörsen der Normalverdiener. Da die Löhne nicht im gleichen Maße gestiegen sind, schrumpfen die Rücklagen der breiten Bevölkerung ‒ und an Investitionen ist oft nicht zu denken. Während das Vermögen an der Spitze fast von alleine wächst, bleibt für viele Menschen am Monatsende immer weniger übrig. Die ungleiche Verteilung wird insbesondere vom Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisiert, der die Entwicklung als „fatal“ für die Gesellschaft beschreibt.
(Quellen: Boston Consulting Group, Sozialverband Deutschland, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














