
Verbraucher aufgepasst beim Kauf: Dieses Bio-Fleisch hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Das Ergebnis für das teure Produkt ist ernüchternd. Denn die Experten haben eine besorgniserregende Feststellung gemacht.
Das Fleisch ist „mangelhaft“. So lautet das harte Urteil der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest. Dabei handelt es sich ausgerechnet um ein teures Produkt in Bio-Qualität.
Erschreckendes Ergebnis: Stiftung Warentest hat Bio-Fleisch getestet
Ob an Weihnachten oder im Alltag: Beim Fleischkonsum steht Geflügelfleisch ganz weit oben auf der Liste vieler Haushalte. In Deutschland werden pro Kopf über 13 Kilogramm pro Jahr verdrückt. Ganz unproblematisch ist der Konsum aber nicht immer. Während Geflügel einerseits als schmackhafter Proteinlieferant überzeugt, gilt das Fleisch andererseits als besonders anfällig für Keime. Das bestätigt Stiftung Warentest jetzt im Rahmen eines neuen Tests.
Besonders ernüchternd fällt das Fazit für ein spezielles Produkt aus. Es wurde eine gefährliche Keimbelastung mit sogenannten Enterobakterien festgestellt, die den Grenzwert überschreitet. Die Bakterien gelten nicht nur als Krankheitserreger, sondern begünstigen auch einen Verderb. Das bedeutet, dass viele Produkte ungenießbar werden. Vor allem Menschen mit einem schwachen Immunsystem müssen nach dem Verzehr mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Probleme rechnen. Unter anderem drohen Magen-Darm-Erkrankungen und Harnwegsinfekte.
Teures Fleisch rasselt durch die Prüfung
Das von Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertete Bio-Produkt ist im Vergleich nicht günstig. Der Kilopreis beläuft sich auf 36 Euro. Wer regelmäßig Putenfleisch konsumiert, sollte seine Wahl demnach nicht nur vom Preis abhängig machen. Wenn es zu einer Vergiftung durch Erreger kommt, gehören Durchfall, Übelkeit, Unwohlsein und auch Erbrechen zu den typischen Symptomen. Betroffene leiden zudem womöglich unter Bauchschmerzen. Sobald Fieber hinzukommt, ist ein Arztbesuch oft unabdingbar.
Im erwähnten Fall ist das „Freiländer Bio Geflügel Bio-Putenschnitzel“ betroffen, das auch beim Geruchstest schlecht abschnitt. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät bei der Zubereitung von Fleisch generell zu Sorgsamkeit. Demnach müssen die Produkte bis in den Kern erhitzt werden. Außerdem wird empfohlen, Geflügel immer separat und nicht gemeinsam mit anderen Lebensmitteln zu lagern. Wenn das Fleisch süß oder modrig riecht und überdies verfärbt und schmierig ist, gehört es in den Müll. Dann ist es zumeist verdorben.
(Quellen: Stiftung Warentest, dpa, Biolabel Deutschland)














