Absperrungen: Neue Tierseuche breitet sich in Deutschland aus

Mehrere Menschen sind in weiße Schutzanzüge gekleidet und tragen Schutzmaske und Gummistiefel. Sie befinden sich auf einem Bauernhof, auf dem eine Seuche ausgebrochen ist. Sperrzonen werden eingerichtet.
Symbolbild © imago/Kyodo News

Auch im 21. Jahrhundert grassieren immer wieder Pandemien in Europa. Nun droht eine neue Tierseuche sich in Deutschland auszubreiten. In der Folge kommt es zu bestimmten Maßnahmen.

Nicht nur Menschen können sich mit schweren Krankheiten infizieren, sondern auch Tiere. Durch eine neue Tierseuche in Deutschland könnten erneut vielen Bürgern und Bauern Absperrungen drohen.

Wenn Geflügel wieder ins Freie darf: Doch komplett gebannt ist die Gefahr noch nicht

Für viele Geflügelhalter beginnt im Landkreis Stade eine neue Phase. Nach Monaten mit Einschränkungen endet die Stallpflicht, die wegen der Geflügelpest eingeführt wurde. Damit dürfen Hühner, Puten und andere Tiere wieder ins Freigehege. Solche Maßnahmen gehören zu den wichtigsten Werkzeugen im Kampf gegen die Vogelgrippe. Vor allem im Herbst und Winter steigt das Risiko von Ausbrüchen. Zugvögel können das Virus über weite Strecken verbreiten und damit auch Nutzgeflügelbestände gefährden. Dass die Stallpflicht nun aufgehoben wird, bedeutet jedoch nicht, dass die Gefahr vollständig verschwunden ist. Fachbehörden weisen nämlich darauf hin, dass Erreger weiterhin in Wildvogelpopulationen vorkommen können. Deshalb ist weiterhin Vorsicht geboten.

Gerade für Hobbyhalter gibt es einige einfache Schutzmaßnahmen. Futter und Wasser sollten so platziert werden, dass Wildvögel keinen Zugang haben. Außerdem empfiehlt es sich, Stallkleidung getrennt aufzubewahren und Schuhe zu reinigen, bevor man andere Tiere versorgt. Auch das Trennen neuer Tiere von der bestehenden Gruppe kann helfen, Krankheiten früh zu erkennen. In vielen Fällen gelangen jedoch Krankheitserreger nicht direkt über Wildvögel in Ställe, sondern über Schuhe, Geräte oder Transportkisten. Eine konsequente Stallhygiene gilt deshalb als eine der besten Schutzmaßnahmen für kleinere Bestände.

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Eine Pest vorbei – doch die nächste Seuche rückt an

Während sich die Situation rund um die Geflügelpest derzeit entspannt, beobachten Veterinärbehörden eine andere Entwicklung genauer. In mehreren Regionen Deutschlands sind zuletzt Fälle der Newcastle-Krankheit aufgetreten. Diese Viruskrankheit betrifft vor allem Hühner und Puten, kann aber auch für andere Vogelarten gefährlich sein. Das Virus verbreitet sich über die Atemluft, den Kot oder andere Körperflüssigkeiten. In dicht gehaltenen Beständen kann sich die Krankheit daher sehr schnell ausbreiten. Typische Symptome sind Atemprobleme, Durchfall und ein deutlicher Rückgang der Eierproduktion. In schweren Fällen treten neurologische Auffälligkeiten auf, etwa Gleichgewichtsstörungen oder eine ungewöhnliche Kopfhaltung. Besonders junge Tiere reagieren empfindlich auf die Infektion.

Um größere Ausbrüche zu verhindern, gilt in Deutschland eine Impfpflicht für Hühner und Puten. Diese Vorschrift betrifft auch kleine Hobbyhaltungen mit wenigen Tieren. Geimpfte Bestände zeigen in der Regel deutlich mildere Krankheitsverläufe. Für Menschen ist das Virus normalerweise ungefährlich. Bei direktem Kontakt kann es gelegentlich zu einer vorübergehenden Bindehautentzündung kommen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)