
Der beliebte Minijob steht in Deutschland auf der Kippe und sorgt damit für heftigen Protest. Der erste Brandbrief hat die Regierung bereits erreicht. Die Folgen schätzen Experten als schwerwiegend ein.
Die geplanten Einschnitte sorgen für immense Unruhe auf dem Arbeitsmarkt, da die Existenz zahlreicher Beschäftigter bedroht ist. Hinter den Kulissen wird bereits heftig über die weitreichenden Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert.
Kassen leer: Bundesregierung will sparen – um jeden Preis
Inzwischen scheint der Zweck wohl alle Mittel zu heiligen, wenn man den Plänen der Bundesregierung aufmerksam zuhört. Da die Kranken- und Pflegekassen sowie die Haushaltskasse der Bundesregierung leer sind, kommt es zu immer abstruseren Vorschlägen, um massive Einsparungen zu treffen. Einer der Vorschläge, die im Raum stehen, sieht vor, dass der kostenlos mitversicherte Ehepartner künftig einen Mindestbeitrag für Krankenkasse und Pflege entrichten muss. Dieser läge bei ca. 260 Euro im Monat und belastet insbesondere Frauen. Frauen, die sich nicht nur um die Kinder, sondern auch um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Diese will man nicht nur einen Zusatzbeitrag aufdrücken, sondern auch noch ihre Rente kürzen. Nun erregt ein weiterer Vorschlag aus dem Bundesgesundheitsministerium die Gemüter.
Minijob auf der Kippe: Erster Brandbrief erreicht die Bundesregierung und warnt vor den massiven Folgen
Das Bundesgesundheitsministerium will jetzt bei den in Deutschland beliebten Minijobs, die rund sieben Millionen Menschen ausüben, die Beiträge hochschrauben. Da bei einem solchen Job die Arbeitgeber die Beiträge fast alleine zahlen, würden sie mehr belastet und die Personalkosten würden ansteigen. Anstatt der bislang abgeführten Abgaben in Höhe von 31 Prozent, sollen diese auf 39 Prozent steigen. Ca. drei Milliarden Euro will die Bundesregierung dadurch einnehmen. Am stärksten betroffen wäre hiervon die Dienstleistungsbranche, für die sich das Personal dann verteuern würde. Aber gerade in diesem Bereich müsste man die Saison-Zeiten durch Minijobber abfangen. Eine Vollzeitkraft einzustellen, rechnet sich für die Unternehmen nicht.
Kritiker sehen in diesem Vorschlag zudem die Abschaffung des Minijobs durch die Hintertür. Dieser sei laut Experten Sozialpolitikern und Gewerkschaften ohnehin ein Dorn im Auge, sagen Experten. Doch dies hätte noch schlimmere Folgen: Wenn man Beschäftigung verteuert, riskiert man Beschäftigung, was wiederum zu mehr Arbeitslosen führen würde, so Fachleute weiter. Der erste Brandbrief hat die Bundesregierung bereits erreicht und warnt eindringlich vor den Folgen einer solchen Maßnahme.
(Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsverband Deutschland, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














