Änderungen ab Oktober: AU-Bescheinigung wird abgeschafft

Krankenschein beim Arzt
Symbolbild © istockphoto/Ralf Liebhold

Krankschreibungen werden in Zukunft anders sein. Denn die AU-Bescheinigung wird im Oktober ihr Ende finden.

Die gelbe Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird in diesem Monat abgeschafft. Eine neue Methode der Krankschreibung wird jetzt eingeführt.

Keinen gelben Schein mehr

Als Arbeitnehmer war es Jahrzehnte der gleiche Gang, wenn man sich krankschreiben lassen musste. Der Arzt stellte eine gelbe Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Diese ging an den Arbeitgeber.

Diese Bescheinigung wurde auch, wegen seiner Farbe, immer wieder einfach als der „gelbe Schein“ bezeichnet. Doch die Ära der AU endet. Im Oktober wird diese Form der Krankschreibung eingestellt.

Wende zum 1. Oktober

Schon seit Anfang Oktober, also rechtzeitig zum Beginn des 4. Quartals 2022, wurde die Papierform der Krankenscheine abgeschafft. Dabei wird derzeit ein Pilotverfahren getestet. Die Arbeitgeber können dann die AU-Daten einfach digital abrufen.

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So können die Arztpraxen die Krankmeldung einfach digital zur Verfügung stellen. Auch die Krankenkassen sollen dann, wie die Arbeitgeber, die AU einfach abrufen können. Die Krankgeschriebenen sparen sich also das Verschicken an Arbeitgeber und Krankenkasse.

Januar wird Stichtag

Zum 1. Januar 2023 sollen dann beide Varianten so umgestellt werden, dass alles in digitaler Form vorliegt und seinen Weg gehen kann. Wer noch auf den gelben Zettel besteht, der kann diesen von seinem Arzt nach wie vor erhalten.

Während der Umstellungs- und Erprobungsphase können also beide Versionen nebeneinander existieren. Die Digitalisierung schreitet also auch in den Arztpraxen und den Krankenkassen immer weiter voran.