Agrarprodukte auf Rekordhoch für Erzeugerpreise – Experten sehen schwarz

Traktor auf Agrar
Symbolbild

Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste, wenn es um die Lebensmittelpreise geht. Dies beginnt schon beim Anbau. Die Erzeugerpreise liegen auf einem Rekordniveau in diesem Jahr.

Der Bauernverband schlägt Alarm, denn die Lebensmittel-Preiserhöhungen werden wohl weiter gehen. Der Grund dafür sind enorm gestiegene Agrarproduktionskosten.

Teuerungsraten von über 70 Prozent

Die Produkte aus der Agrar sind extrem teuer geworden. Wie das statistische Bundesamt mitteilte, soll die Teuerungsrate bei über 70 Prozent liegen. Eine Besserung ist außerdem nicht in Sicht. So warnen viele Experten jetzt davor, dass die Kosten und Preise noch weiter ansteigen könnten.

Die Folgen für die Wirtschaft in Deutschland, die aus dem Krieg in der Ukraine resultieren sind überall spürbar. Jede Branche hat mit den Auswirkungen zu kämpfen. Von Dienstleistungen bis zu Alltagsprodukten und Lebensmitteln ist alles schlagartig teurer geworden.

Lesen Sie auch
Immobilienblase: Experten rechnen mit sinkenden Preisen bei Häusern

Vor allem Agrarprodukte sind stark verteuert

Besonders auffällig ist, dass laut aktuellen Statistiken vor allem auch Agrarprodukte stark teuer geworden sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf den Getreidepreisen, welche massiv angezogen haben. Diese Richtung wird sich auch nicht ändern, so Experten.

Tatsächlich gehen Experten davon aus, dass die Verteuerung von Agrarprodukten noch weiter anhält. Der Weizen kostet im März 2022 65 Prozent mehr, als es noch einen Monat davor der Fall war. Besonders deutlich wird dies, wenn man die Relation betrachtet. Eine Tonne Weizen lag letztes Jahr bei 195 Euro. Heute sind es über 400 Euro je Tonne.

Lesen Sie auch
Nicht mehr Gratis: Coronatests sollen bald richtig teuer werden

Lebensmittelpreise werden weiter steigen

Daher ist auch davon auszugehen, dass Lebensmittel aus Weizen, Hartweizengrieß oder auch Hafer in Deutschland noch deutlich teurer werden könnten. Vor allem in diesem Bereich muss Deutschland viel importieren. Die Ernten in Kanada waren die vergangenen Jahre sehr schlecht, was den Preis zusätzlich nach oben treibt.

Zudem geben die Experten auch an, dass man sich in Deutschland darauf einstellen müsse, dass bestimmte Grundnahrungsmittel immer wieder knapp werden. Körnermais und Weizen werden von Deutschland massenhaft importiert. Hier könnten die Preise noch weiter ansteigen und am Ende Lebensmittel massiv verteuern.