
Die aktuelle Wirtschaftslage setzt vielen Unternehmen schon seit geraumer Zeit zu. Während sich die Lage zu Beginn des Jahres ein wenig entspannte, rutscht Deutschland nun immer weiter in die Krise.
Erst die Zollpolitik der USA, dann auch noch der Krieg im Iran – Deutschland befindet sich derzeit in einer derart enormen wirtschaftlichen Krise, wie es zuletzt vor sechs Jahren der Fall war.
Krise oder Aufschwung – ifo gibt Auskunft
Die deutsche Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren so einiges durchmachen müssen: eine globale Pandemie, inklusive Ausgangssperren; der Krieg zwischen Russland und der Ukraine; der Amtsantritt von US-Präsident Trump, samt seiner kruden Zollpolitik; und jetzt auch noch der Iran-Krieg. Immer wenn Menschen und Wirtschaft gerade wieder am Aufatmen waren, gab es den nächsten Dämpfer, der zu Verunsicherung führte. Genau das ist auch derzeit wieder der Fall.
Jeden Monat veröffentlicht das ifo (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München) einen sogenannten Geschäftsklimaindex. Dieser gilt als ein frühzeitiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Außerdem hilft er bei der Einschätzung der Geschäftslage für die kommenden Monate. Dafür bittet das Institut Unternehmen um das Ausfüllen eines Fragebogens, um die gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und Erwartungen für das nächste Halbjahr auszuziehen. Die aktuellsten Ergebnisse zeigen: Die Krise ist schlimmer als gedacht.
Experten schlagen Alarm: Krise in Deutschland verschlimmert sich
Sah der Geschäftsklimaindex für Februar mit 88,5 verhältnismäßig gut aus – immerhin zeichnete sich ein kleiner Aufschwung ab –, sehen die Zahlen für April schon wieder ganz anders aus. Vor allem der Krieg im Iran führt laut den Experten zu neuerlichen Unsicherheiten. Aktuell liegt der Indexwert nur bei 84,4. Der Auswertung zufolge ist das der niedrigste Wert seit Mai 2020 – der damaligen, wirtschaftlichen Schockstarre der Corona-Pandemie.
Nun ist es der Krieg, der die Firmen eher pessimistisch in die Zukunft blicken lässt. Obendrein sorgt der Konflikt in Nahost für Lieferengpässe, was viele Gewerbe stark beeinträchtigt. Im Handel sei es vorrangig das veränderte Konsumverhalten der Menschen. Dank Inflation muss jede Ausgabe wohlüberlegt sein. Die Chancen auf einen erneuten Aufschwung schätzen die meisten Unternehmen aktuell als sehr gering ein. Das beweist nur, dass die Krise in Deutschland so präsent ist, wie schon lange nicht mehr.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Ifo-Institut, Deutsche Bank, Commerzbank, Bild)














