Anspruch ist da: Millionen Mütter erhalten rückwirkend mehr Geld

Eine Frau hält Geldscheine in ihrer Hand und zeigt sie ihrem Kind, welches am Tisch im Esszimmer sitzt und Hausaufgaben macht.
Symbolbild © imago/Fotostand

Für viele Familien ist es schwierig, mit ihrem Geld über den Monat zu kommen. Nun erhalten jedoch Millionen Mütter rückwirkend mehr Geld. Die Ansprüche sind zwar bundesweit gesichert, doch nur wenige sind sich dessen bewusst.

Viele Rentnerinnen in Deutschland können sich auf mehr Geld freuen. Mit einer Reform verbessert der Staat die Anerkennung von Kindererziehungszeiten. Millionen Menschen sollen dadurch höhere Zahlungen erhalten. Der Anspruch darauf besteht bereits.

Neue Reform bringt Anspruch auf höhere Zahlungen mit

Von der Reform profitieren vor allem Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Für diese Kinder wurden bislang weniger Erziehungszeiten berücksichtigt als für später geborene Kinder. Genau diese Differenz will die Politik weiter ausgleichen. Die neuen Regelungen sollen dafür sorgen, dass auch Eltern älterer Jahrgänge mehr Rentenpunkte erhalten. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Politik mehrere Anpassungen vorgenommen. Mit der ersten Einführung der Mütterrente erhielten Eltern zusätzliche Rentenpunkte für vor 1992 geborene Kinder.

Später folgte eine weitere Erhöhung. Mit der neuen Reform will die Bundesregierung die Anerkennung erneut erweitern und die Rentenansprüche weiter angleichen. Die neuen Regelungen bringen für viele Betroffene klare Vorteile. Wer Kinder großgezogen hat, erhält künftig mehr Rentenpunkte und damit eine höhere monatliche Rente. Besonders Frauen profitieren davon, da sie in vielen Familien den Großteil der Erziehungsarbeit übernommen haben und deshalb häufig weniger Jahre in Vollzeit gearbeitet haben.

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Nachzahlungen kommen: Geld für Millionen Mütter in Deutschland

Für viele Betroffene können dadurch zusätzliche Zahlungen zusammenkommen. Die Umsetzung der neuen Regelungen stellt die Rentenversicherung jedoch vor eine große Herausforderung. Millionen Rentenkonten müssen neu berechnet werden. Jede Rentenbiografie enthält unterschiedliche Zeiten für Arbeit, Kindererziehung oder Pflege. Die Systeme der Rentenversicherung müssen diese Änderungen daher Schritt für Schritt einarbeiten.

Laut der Deutschen Rentenversicherung erfolgt die Anpassung automatisch. In der Regel müssen Betroffene keinen neuen Antrag stellen. Die Rentenversicherung prüft die bestehenden Rentenkonten und berechnet die zusätzlichen Ansprüche selbstständig. Sobald die technischen Umstellungen abgeschlossen sind, überweist die Behörde die erhöhten Renten und mögliche Nachzahlungen. Schätzungen zufolge profitieren mehrere Millionen Menschen in Deutschland von der Reform. Viele von ihnen gehören zu den Generationen, die ihre Kinder in den 1960er-, 1970er- oder 1980er-Jahren großgezogen haben. Für diese Familien bedeutet die Mütterrente eine stärkere Anerkennung der Erziehungsarbeit und eine spürbare Verbesserung der finanziellen Situation im Alter.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Rentenversicherung)