Ansteckende Tierseuche breitet sich außerhalb der Sperrzone aus

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Schildes. Es ist leuchtend rot gestaltet und hebt sich deutlich vom Hintergrund ab. Auf dem Schild steht in gut lesbaren weißen Buchstaben: "Achtung Seuchengefahr".
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Experten raten derzeit dringend davon ab, in den Wald zu gehen, um Mensch und Tier zu schützen. Der Grund: Eine gefährliche Tierseuche breitet sich in Deutschland immer weiter aus.

Seit mehreren Monaten herrscht in einigen Teilen der Bundesrepublik eine erhöhte Seuchengefahr. Seit Jahren versuchen Experten, die ansteckende und tödliche Tierseuche unter Kontrolle zu bekommen. Das gelingt bislang jedoch nur mittelmäßig.

Tierseuche breitet sich immer weiter aus

Ursprünglich aus Afrika stammend, gelangte die Afrikanische Schweinepest (ASP) vor rund 20 Jahren nach Europa. Die ersten dokumentierten Fälle gab es 2007 in Georgien. Von dort aus verbreitete sich die gefährliche Tierseuche bis in hiesige Gefilde aus. 2020 trat ASP erstmals in Deutschland auf. Aktuell schnellen die Zahlen vor allem im Osten und Westen der Bundesrepublik nach oben. Allein in den letzten zwei Wochen gab es über 80 Neumeldungen – trotz eingerichteter Sperrzonen.

Erst im vergangenen Herbst vermeldeten Experten, dass die Zahlen aufgrund jener Sperrzonen leicht rückläufig seien. Zwar mag die Lage innerhalb dieser Bereiche halbwegs unter Kontrolle sein, doch inzwischen häufen sich die Fälle der Afrikanischen Schweinepest auch außerhalb der Sperrzonen. Das kann schlimme Folgen nach sich ziehen, da die Krankheit hoch ansteckend und zumeist tödlich ist. Aktuell sind insbesondere Sachsen (Görlitz und Umgebung) sowie Nordrhein-Westfalen (Kreis Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis und Olpe) betroffen.

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Tierseuche: Sperrzonen und Meldepflicht 

Zwar ist ASP für Menschen und andere Haustiere nicht gefährlich, jedoch können sie die Krankheit übertragen. Beim bloßen Verdacht auf Kontamination sollte man das Haustier gründlich waschen. Selbst Kleidung, Fahrzeuge und Ausrüstung können die Seuche übertragen. Der effizienteste Übertragungsweg ist Blut. Aber auch in Speiseresten, rohen, gepökelten oder geräucherten Fleischwaren kann der stabile Virus überleben. Außerdem ist die Seuche über Futtermittel wie Mais übertragbar, daher sind auch die Bauern in den betroffenen Regionen gewarnt.

Die Afrikanische Schweinepest befällt vorrangig Wildschweine. Doch auch Hausschweine können von der gefährlichen Tierseuche befallen werden. Betroffene Tiere leiden beispielsweise an hohem Fieber und Blutungen. In akuter Form treten Husten, Atemnot, blutiger Durchfall und Erbrechen auf, bevor das Tier einen plötzlichen Tod erleidet. Seit dem 10. März 2026 ist ASP in der Tierseuchenmeldeverordnung (TierSeuchMeldV) gelistet. Somit besteht eine allgemeine Meldepflicht.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NRW-Landwirtschaftsministerium)