Ansteckungen: Borna-Virus breitet sich rasant in Bundesland aus

Ein Patient liegt im Krankenhaus in einem Krankenbett und leidet. Über eine Infusion verabreicht man ihm Flüssigkeiten, Medikamente, Elektrolytlösungen oder Nährstoffe. Er versucht, gesund zu werden, nachdem er durch eine Stechmücke an einem tropischen Todesvirus erkrankt ist.
Symbolbild © imago/ITAR-TASS

In einem deutschen Bundesland breitet sich aktuell das Borna-Virus rasant aus. Experten warnen vor einer Ansteckung, denn sie endet in den meisten Fällen tödlich. Deshalb sollte man besondere Vorsicht walten lassen.

Das Borna-Virus breitet sich aus und versetzt selbst Experten in Sorge. Denn die Verläufe enden meistens tödlich. Und das Tückische daran ist, dass die Betroffenen zunächst gar nicht ahnen, mit was sie es zu tun haben.

Die meisten Bürger sind ahnungslos – Experten mahnen zu absoluter Vorsicht

Experten warnen erneut vor der Ausbreitung des Borna-Virus. Das Hauptproblem sei in den meisten Fällen, dass die Betroffenen überhaupt nicht wissen, woran sie leiden. Die Symptome sind nämlich am Anfang recht unspezifisch. Die Krankheit beginnt mit Fieber, Kopfschmerzen und einem Gefühl, man „brüte etwas aus“. Danach kann es jedoch ganz schnell bergab gehen. Als Nächstes kommt es zu Verhaltensänderungen und neurologischen Ausfällen. Die Erkrankten entwickeln Gang- und Sprachstörungen. Es folgen Verwirrtheit und epileptische Anfälle. Anschließend fallen die Betroffenen ins Koma und sie sterben. Denn das Borna-Virus löst beim Menschen eine Hirnhautentzündung aus. Deshalb raten Experten zu absoluter Vorsicht.

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Borna-Virus breitet sich rasant aus: Darauf müssen die Bürger achten

Das Borna-Virus wird von Feldmäusen übertragen. Eine Ansteckung erfolgt über das Einatmen von kontaminiertem Staub sowie das Anfassen von toten oder lebenden Mäusen sowie deren Ausscheidungen. Insbesondere in Bayern trat das Borna-Virus zuletzt öfter auf. Wie genau die Ausbreitung erfolgt, ist den Wissenschaftlern immer noch ein Rätsel. Den einzigen gemeinsamen Nenner, den man finden konnte, war die Wohnsituation der Erkrankten. Sie lebten oftmals in einem Reihenendhaus oder einem Haus am Ende einer Siedlung, hin zu offenen Feldern.

Laut bisherigen Erkenntnissen seien Feldmäuse dort besonders häufig anzutreffen. Deshalb raten Experten dazu, Feldmäuse nicht mit der bloßen Hand anzufassen, sondern mit undurchlässigen Handschuhen. Tote Exemplare sowie deren Ausscheidungen sollte man zuvor mit Desinfektionsspray besprühen und sie dann in einem Plastikbeutel im Restmüll entsorgen. Wer Schuppen, Keller usw. aufräumt, sollte eine Atemschutzmaske tragen, um den aufgewirbelten Staub nicht einzuatmen. Zudem sollte man hier nicht mit einem Staubsauger zu Werke gehen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Robert Koch-Institut, BR24)