
Eine neue Studie zeigt nun, dass Millionen Deutsche weniger Stunden arbeiten wollen. Viele arbeiten schon jetzt am Limit und können nicht mehr. Über eine Million Menschen dagegen wollen mehr arbeiten.
Millionen Deutsche arbeiten hierzulande am Limit. Je nach Beschäftigungsmodell wollen viele weniger arbeiten, einige andere mehr. Der Wunsch hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.
Millionen Deutsche arbeiten: Viele erreichen ihre Grenzen
In Deutschland gibt es derzeit rund 45,48 Millionen Erwerbstätige. Nach aktuellen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für das zweite Quartal 2026 teilen sich die Arbeitskräfte in Deutschland auf mit 25,14 Millionen Menschen in Vollzeit- und 16,94 Millionen Menschen in Teilzeit-Arbeit. Während die Zahl der Teilzeitbeschäftigten innerhalb eines Jahres um rund 85.000 zugenommen hat, ging die Zahl der Vollzeitstellen um rund 239.000 zurück.
Vollzeitkräfte arbeiten im Schnitt 38,32 Stunden pro Woche, während Teilzeitbeschäftigte durchschnittlich auf 18,88 Stunden kommen. Vollzeitstellen werden mit rund 72 % mehrheitlich von Männern besetzt, Teilzeitstellen: werden mit rund 78 % überwiegend von Frauen besetzt. Dabei besteht der Wunsch vieler Vollzeitkräfte, weniger arbeiten zu wollen. Ein bestimmter Prozentsatz von Teilzeitkräften will lieber mehr arbeiten.
Millionen Deutsche wollen weniger Stunden: „Viele arbeiten am Limit“
Die zentralen Ergebnisse des Mikrozensus 2025, die das Statistisches Bundesamt veröffentlicht hat, ergeben, dass bei rund 46 Millionen Erwerbstätigen sich etwa jede neunte Person eine Veränderung der Arbeitszeit wünscht. Rund 3,8 Millionen Menschen, die Vollzeit arbeiten, leisten rund 40,9 Stunden pro Woche an Arbeit. Sie würden ihre Arbeitszeit im Durchschnitt gerne um 10,5 Stunden pro Woche verkürzen. Der Großteil von ihnen, nämlich 3,3 Millionen, befindet sich derzeit in Vollzeitstellen, während eine halbe Million in Teilzeit arbeitet.
1,5 Millionen in Teilzeit arbeitende Menschen habe eine durchschnittliche Arbeitszeit von rund 26,2 Stunden. Auch diese Gruppe strebt eine Veränderung von durchschnittlich 10,5 Stunden an – allerdings nach oben. Hier ist das Verhältnis umgekehrt: 1,1 Millionen der Wechselwilligen arbeiten in Teilzeit, nur 400.000 in Vollzeit. Würde man sämtliche Arbeitszeitwünsche eins zu eins in die Realität umsetzen, ergäbe sich für den deutschen Arbeitsmarkt unterm Strich ein Minus. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen würde im Saldo um 0,6 Stunden, also ca. 36 Minuten, pro Woche sinken.
(Quellen: Destatis)














