
Neues System soll Mitarbeiter ständig, per Echtzeit überwachen und so die Produktion steigern. Zusätzlich könnte der Mensch bald nicht mehr gebraucht werden.
Um bis zu 15 Prozent mehr Effizienz erhofft sich die Daimler AG von seinem neuen System. Dabei sollen die Mitarbeiter in Echtzeit überwacht werden. Das neu errichtete Werk in Sindelfingen wird mit diesem System an den Start gehen. Die ständige Überwachung soll die Produktivität steigern.
Factory 65 als Vorreiter für alle Daimler-Werke
Das neue System des Werkes in Sindelfingen, die so genannte Factory 65, soll wohl das System der Zukunft für die Daimler AG sein. Dieses Modell soll auch auf die weiteren Werke übertragen werden. Die Arbeiter der Produktion, welche in Sindelfingen am Bau der neuen S-Klasse beteiligt sind, werden von einem Echtzeit-System ständig überwacht.
Die technische Innovation ist dabei so aufgebaut, Fehler zu entdecken. Diese werden dann automatisch gemeldet. Eine Nachricht geht dann den Werksarbeiter sowie den Qualitätsbeauftragten. Auch Anweisungen für die Arbeit können so vom System gegeben werden. Das System trägt den Namen MO360 und wird von 2022 an in Betrieb genommen. Schon bald sollen auch alle weiteren Daimler-Werke damit ausgerüstet werden.
Bisher sind 30 Werke aktuell mit Teilen des Systems ausgestattet und arbeiten bereits damit. Das Ziel ist es, dass das Werk maximal effizient wird. Gleichzeitig ist das Werk damit auch maximal transparent, denn den Mitarbeitern wird bei jedem Handgriff auf die Finger gesehen.
Mitarbeiter bald unnötig?
Durch das neue System könnte es aber passieren, dass die Mitarbeiter aus der Qualitätssicherung überflüssig werden. Denn der Live-Status der Produktion kann durch das neue System, dank er ständigen Überwachung, immer abgerufen werden. Jederzeit ist damit ersichtlich, in welchem aktuellen Bau-Zustand sich das Fahrzeug befindet.
Werden von MO360 Fehler erkannt, werden diese entsprechend weiter gegeben. Entweder wird der zuständige Werksmitarbeiter kontaktiert, oder die Nachricht geht an den Qualitätsbeauftragten. Das bedeutet im Klartext, dass die Mitarbeiter in Sindelfingen jede Sekunde komplett überwacht werden.
Sollte sich das System bewähren und ohne Probleme funktionieren, so können auch weitere Werke damit ausgestattet werden. Damit möchte die Daimler AG mehr Effizienz in der Produktion erreichen. Durch dieses System könnten auch Nacharbeiten deutlich reduziert werden. Damit könnten dann auch Stellen gestrichen werden, die bisher für diese Nacharbeiten zuständig sind.
System vernetzt Daimler-Werke
Über 30 Werke der Mercedes-Benz Gruppe sollen durch das neuartige System miteinander verbunden werden. Damit kann überall die Effizienz der Produktion überwacht werden. Gleichzeitig können über Big-Data-Analysen auch Prozesse verglichen werden. Ob sich diese neue Methode bewährt, wird sich noch zeigen müssen.














