ARD und ZDF zittern: Tausende Haushalte lassen sich GEZ befreien

Das Gebäude des ARD-Hauptstadtstudios mit dem Logo der ARD in Blau am oberen Teil des Gebäudes. Das Gebäude aus Backstein ist riesig und beherbergt viele Räume. Vor dem Gebäude laufen einige Menschen.
Symbolbild © istockphoto/aldorado10

Für ARD und ZDF ist das keine gute Nachricht: Tausende Haushalte lassen sich von der GEZ befreien. Damit fehlen dem Beitragsservice noch mehr Beiträge als zuvor.

Tausende Haushalte lassen sich auch in diesem Jahr wieder von der GEZ befreien. Damit entfallen noch mehr Beiträge. Die GEZ kämpft sowieso schon mit steigenden Kosten und zieht entsprechende Konsequenzen.

Ganz legal keine GEZ zahlen: Tausende Haushalte nutzen diese Möglichkeit

Mit 18,36 Euro müssen die Bürgerinnen und Bürger monatlich einen Beitrag an den ARD-ZDF-Beitragsservice leisten. Diese Gebühr, die grundsätzlich jeder zahlen muss, sorgt jedoch immer wieder für Gesprächsstoff. Die GEZ forderte sogar eine Erhöhung der Beiträge, da die Kosten enorm gestiegen seien. Mit der bisherigen Beitragshöhe könne man den gewohnten Standard in der Fernseh-Vielfalt einfach nicht mehr halten. Inzwischen wurden Sender gestrichen, andere zusammengelegt und anstatt neuer Produktionen gibt es stetige Wiederholungen von Altbekanntem.

Hinzu kommt jedoch, dass sich jedes Jahr Tausende Haushalte von der GEZ-Gebühr befreien lassen. Und das sogar ganz gesetzeskonform: Denn wer zum Beispiel Bürgergeld bezieht, reicht einfach den Bescheid beim Beitragsservice ein und wird so von der Gebühr befreit.

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Tausende Haushalte zahlen keine GEZ: Bald kommen weitere hinzu

Zusätzlich zu denjenigen, die keine GEZ zahlen müssen, kommen jedes Jahr im Oktober Tausende hinzu. In diesem Jahr rechnet man mit ca. 66.000 weiteren Haushalten. Im nächsten Monat beginnt nämlich das erste Studienjahr für Tausende Studenten und Studentinnen. Sie beginnen ihr Erstsemester. Beziehen sie eine eigene Wohnung, brauchen sie keine GEZ-Gebühr zahlen. Ein entsprechender Antrag mit der Immatrikulationsbescheinigung der jeweiligen Universität oder Fachhochschule genügt und schon zahlen Tausende Haushalte zusätzlich keine GEZ-Gebühr.

Voraussetzung ist jedoch nicht nur, dass die Studenten nicht mehr bei ihren Eltern wohnen. Sie müssen auch BaFöG beziehen. Rechnet man mit ca. 390.000 neuen Erstsemestern, liegt die Anspruchsquote für BaFöG bei ca. 17 Prozent, also rund 66.000 neuen Studenten. Damit entgehen dem Beitragsservice pro Monat weitere über 1,2 Millionen Euro – Geld, das die GEZ gut gebrauchen könnte.