Auch auf Tabak: Merz-Regierung plant weitere Steuererhöhungen

Der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt im Bundestag auf seinem Sitz und verschränkt die Arme. Er schaut mit ernster Miene in Richtung des Rednerpultes und hört angespannt zu.
Symbolbild © imago/dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung plant weitere Steuererhöhungen. Nun soll es vor allem ein beliebtes Konsumgut treffen: Zigaretten. So viel Geld müssten Verbraucher künftig wohl für eine Packung im Schnitt ausgeben, wenn die Tabakabgabe höher ausfällt.

In Deutschland gehören Zigaretten zum Alltag. Mehr als jeder vierte Erwachsene raucht. Nun soll die Tabaksteuer erhöht werden ‒ und das hätte Auswirkungen auf den Preis.

Regierung plant weitere Steuererhöhungen

Ob am Morgen zum Kaffee oder nach einem stressigen Arbeitstag: Etwa 20 Prozent der Bevölkerung greift regelmäßig zur Zigarette. Die Zahl der Raucher war in den letzten Jahren zwar rückläufig, doch Statistiken deuten wieder auf eine leichte Zunahme junger Konsumenten hin. Die gesundheitlichen Folgen sind gut erforscht und somit längst bekannt. Unter anderem belastet das Rauchen Herz und Gefäße. Außerdem steigert es das Risiko für Lungenkrebs. Schlechter heilende Wunden und eine Abnahme der körperlichen Ausdauer gehören ebenfalls zu den möglichen Resultaten.

So viel könnte eine Packung Zigaretten bald kosten

Doch der Tabakkonsum bedeutet nicht nur Schäden für den Einzelnen, sondern eine Belastung für das Gesundheitssystem in Deutschland ‒ und das in Milliardenhöhe. Bereits in der Vergangenheit sind die Preise für eine Schachtel Zigaretten unter anderem deshalb gestiegen. Die Präventionsmaßnahme soll auch junge Menschen davon abhalten, die belastenden Stoffe zu konsumieren. Nun drohen erneut Teuerungen, die mit einer möglichen Erhöhung der Tabaksteuer einhergehen.

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Die aktuelle Regierung geht davon aus, dass eine Anpassung der Tabaksteuer 2028 schon 1,6 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse bringen könnte. Die Erhöhung soll laut Entwurf schrittweise erfolgen. Auch wird von den neuen Preisen berichtet: Womöglich müsste man für eine Packung Zigaretten (20 Stück) im Jahr 2030 im Schnitt bereits rund 11,40 Euro zahlen. So will man die Raucherquote deutlich senken und zudem die Haushaltskasse stärken. Doch es gibt auch Kritik: Einige Experten verweisen auf das Risiko, den illegalen Markt für Zigaretten zu befeuern, sofern die Preise für Verbraucher deutlich steigen. Auch steht die Frage rund um die Verwendung des zusätzlichen Geldes im Raum und ob dieses schlussendlich tatsächlich in das Gesundheitssystem fließen würde.

(Quellen: SPIEGEL, Wirtschaftswoche, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)