Auf offener Straße hingerichtet: Anklage gegen mutmaßliche Mörder aus Karlsruhe

Symbolbild Foto: Fabian Geier

Auf wehrlosen Mann geschossen!

Gegen zwei Männer aus dem Raum Karlsruhe hat die Staatsanwaltschaft Tübingen Anklage erhoben.

Sie sollen im September 2018 auf der Landstraße L 340 bei Bad Herrenalb einen 47 Jahre alten Iraker mit mehreren Schüssen hingerichtet haben.

Es handelt sich dabei um einen 48-jährigen Syrer und einen 23 Jahre jungen Mazedonier. Sie sollen zusammen mit dem späteren Opfer gemeinsam in dessen Auto zwischen Bad Herrenalb und Dobel unterwegs gewesen sein, als der jüngere der beiden Männer den Fahrer überraschend mit einem Elektroschocker angegriffen haben.

Der 23 Jahre alte Mazedonier habe während des Ermittlungsverfahrens bereits seine Tatbeteiligung zugegeben haben, während der 48-jährige Syrer aus Karlsruhe die Tat bestreitet.

Lesen Sie auch
Der "Umwelteuro": Besuche im Schwarzwald kosten bald Geld!

Die Staatsanwaltschaft Tübingen wertet die Tat als Mord. Des Weiteren sieht sie die Merkmale Heimtücke und Verdeckungsabsicht als gegeben an.

Das deutsche Strafgesetzbuch sieht für Mord eine lebenslange Haftstrafe vor.
Die Leiche bei Bad Herrenalb wurde kurz nach dem Verschwinden des Jägers Simon Paulus aus Birkenfeld/ Enzkreis gefunden. Schnell jedoch merkte man, dass es sich bei der Leiche nicht um den Jäger handelte. Für diese Ermittlungen wurde bereits eine Soko „Tanne“ eingerichtet.