
Die strengen Auflagen konnte man nicht erfüllen, weshalb ein deutscher Weihnachtsmarkt umbenannt werden muss. So wollen die Veranstalter den Bürgern wenigstens eine Veranstaltung zur Adventszeit bieten.
Damit der Markt nicht komplett ausfallen und die Bürger ohne in der Adventszeit dastehen, muss ein deutscher Weihnachtsmarkt umbenannt werden. Anders lassen sich die strengen Auflagen einfach nicht erfüllen.
Bürger sind enttäuscht: Immer mehr Weihnachtsmärkte fallen ins Wasser
Seit mehreren Terroranschlägen fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger auf den Weihnachtsmärkten nicht mehr sicher. Den offenen Zugang nutzten Terroristen aus und fuhren mit einem Fahrzeug direkt in den voll besuchten Weihnachtsmarkt. Mehrere Menschen starben, darunter auch Kinder. Um solche Anschläge in Zukunft zu vermeiden, haben die Städte und Gemeinden strengere Auflagen erlassen, um die Besucher zu schützen.
Das Problem jedoch ist, dass sich die Veranstalter der Weihnachtsmärkte, die oftmals von Vereinen getragen werden, diese enormen Sicherheitsvorkehrungen gar nicht leisten können. Können sie die Anforderungen nicht erfüllen, darf der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden. Aus diesem Grund mussten mehrere Märkte abgesagt werden.
„Sonst kann er nicht stattfinden“: Veranstalter sehen keine andere Möglichkeit
Vor genau diesen Problemen steht nun auch ein weiterer Weihnachtsmarkt in Kerpen. Dieser sollte auf dem Stiftsplatz stattfinden. Er muss jedoch laut Auflagen von allen vier Seiten gesichert werden. Dazu zählen die Terrorsperren, damit kein Fahrzeug in die Menschenmenge hineinfahren kann. Je mehr man jedoch absichern muss, desto größer werden die Kosten. Dies können sich die Veranstalter in Kerpen nicht leisten. Dabei handelt es sich nämlich um einen Verein, der von den Beiträgen der Mitglieder getragen wird.
Damit die Besucher in Kerpen nicht komplett auf einen Weihnachtsmarkt verzichten müssen, haben sich die Verantwortlichen etwas überlegt. Sie nennen den Weihnachtsmarkt „Genussmarkt zur Adventszeit“. Dieser soll kleiner ausfallen als der ursprünglich geplante Markt. Doch die Stadt hat den Veranstaltern einen weiteren Stein in den Weg gelegt: Den verkaufsoffenen Sonntag hat sie ebenfalls nicht genehmigt. Deshalb bleibt abzuwarten, ob das neue Konzept bei den Bürgern überhaupt ankommen wird.
(Quellen: dpa, Aktionsgemeinschaft Kolpingstadt Kerpen)














