Aufstand: Eskalation im Herbst und Winter in Deutschland erwartet

Symbolbild Foto: Robert Michael/dpa

Die Corona Krise beeinflusste den sozialen Frieden stark. Teile der Bevölkerung haben sich radikalisiert. Kommen jetzt die nächsten Proteste?

Zuletzt gingen die Menschen wegen den Corona-Maßnahmen auf die Straße. Jetzt warnt der Geheimdienst vor einem „deutschen Wutwinter.“ Denn die nächsten Proteste werden erwartet. Und zwar wegen der Gas-Krise und der Inflation.

Krisen führen zu sozialen Spannungen

Die letzten Jahre waren hart für die Menschen. Erst die Corona-Pandemie, unter der alle Bevölkerungsschichten zu leiden hatten. Diese ist auch noch nicht vorbei, aber die nächsten Krisen sind bereits da.

Denn derzeit herrscht in der Ukraine Krieg. Beide Faktoren beeinflussen unsere Preise erheblich. Sie steigen.

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Dazu kommt noch der momentane Gas-Notstand. Dieser verstärkt zusätzlich die Angst bei Sicherheitsbehörden und Politik.

Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser von der SPD äußert sich wie folgt dazu: „Wenn die Preissteigerungen viele Menschen hart treffen und wir zusätzlich im Herbst noch eine starke Corona-Welle erleben, dann ist das Potenzial für Mobilisierung und Radikalisierung da.

Auch andere Politiker sind besorgt. Bodo Ramelow von den Linken befürchtet, dass sich AfD, Reichsbürger und offenere Rechtsextreisten auch für Proteste gegen hohe Preise verbünden. Ähnlich, wie es bei den Corona-Protesten der Fall war.

Der deutsche Verfassungsschutz warnt: Die Krise könnte zur Gefahr werden

Der niedersächsische Verfassungsschutzchef Bernhard Witthaut sagt dazu: „Der „inhaltliche“ Übergang von Anti-Corona-Protesten hin zu „Energiekrise und Preissteigerungen“ sei an manchen Stellen bereits „nahtlos“.

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Der deutsche Chef des Inlandsgeheimdienstes sieht die Lage sogar noch dramatischer. Er meint, dass Extremisten auf einen „deutschen Wutwinter“ hoffen.

Insgesamt sind viele Menschen unzufrieden mit der aktuellen Politik. In Zahlen sind das etwa zwischen 7 und 15 Prozent. Dies ist das Fazit des Institutes für Transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam.

Es wird eine Zerreißprobe für den Sozialen Frieden im Herbst und Winter geben. Dies prognostiziert Ortwin Renn, der Direktor des Institutes.

Diese Ängste sind auf jeden Fall begründet. Denn die vielen Krisen sind für viele Menschen nur schwer zu verarbeiten. Viele sind mental überfordert. Und genau das macht die Sache so kritisch. Davor warnt der Risikoforscher.