Aus: Erster deutscher Tierpark kämpft ums Überleben – „Insolvent“

Eine Warteschlange vor einem Zoo-Eingang. Das Tor ist grün und daneben befindet sich eine Kasse für Eintrittskarten, wo die Menschen sich ein Ticket holen können.
Symbolbild © istockphoto/justhavealook

Die Corona-Krise liegt inzwischen mehrere Jahre zurück, doch ihre wirtschaftlichen Folgen sind bis heute spürbar. Viele Betriebe haben sich von den massiven Einschnitten noch immer nicht erholt. Jetzt kämpft ein Tierpark ums Überleben.

Während staatliche Hilfen kurzfristig Stabilität brachten, konnten sie langfristige Schäden oft nicht ausgleichen. Steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten und verändertes Konsumverhalten wirken bis heute nach. Hinzu kommen Inflation und höhere Zinsen, die Investitionen erschweren.

Überlebenskampf: Immer mehr Betriebe geraten unter Druck

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen kämpfen weiterhin um ihre Existenz. Für sie ist die Krise kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein anhaltender Zustand. Der tägliche Betrieb wird vielerorts zur Überlebensfrage, und wirtschaftliche Sicherheit bleibt für viele Firmen unerreichbar. In vielen Branchen kam es zu Geschäftsaufgaben, Insolvenzen und Stellenabbau. Vor allem Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe waren stark betroffen. Sinkende Umsätze, hohe Fixkosten und fehlende Rücklagen führten dazu, dass wirtschaftliche Belastungen nicht mehr abgefedert werden konnten. Jede Schließung bedeutet jedoch mehr als nur das Ende eines Unternehmens. Sie hinterlässt Lücken in Innenstädten, zerstört Existenzen und schwächt ganze Regionen nachhaltig.

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Folgen der Corona-Pandemie: Tierpark kämpft ums Überleben

Nicht nur Unternehmen, auch Privatpersonen waren und sind von den Folgen der Pandemie betroffen. Kurzarbeit, Jobverlust und Einkommenseinbußen führten bei vielen Haushalten zu finanziellen Engpässen, so wurden Rücklagen aufgebraucht, Schulden stiegen, und die Unsicherheit nahm zu. Gleichzeitig veränderte die Krise das gesellschaftliche Leben spürbar. Soziale Kontakte wurden eingeschränkt, psychische Belastungen nahmen zu, und Zukunftsängste wuchsen. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der stark gestiegenen Insolvenzrate wider. Sowohl bei Selbstständigen als auch bei Privatpersonen nahm die Zahl der Zahlungsunfähigkeiten deutlich zu.

Auch einzelne Freizeit- und Tourismusbetriebe geraten zunehmend unter Druck. So hat ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Bremen zuletzt finanzielle Schwierigkeiten eingeräumt. Der Landpark Lauenbrück stellte einen Antrag auf vorläufige Insolvenz, wie aus einem Beschluss des zuständigen Amtsgerichts hervorgeht. Nach Angaben der Betreiberin ist dieser Schritt vor allem eine Folge der wirtschaftlichen Belastungen aus der Corona-Zeit sowie stark gestiegener laufender Kosten. Für Besucher soll der Betrieb zunächst unverändert weiterlaufen.

(Quellen: Amtsgericht Walsrode, Angaben des Landparks Lauenbrück)