Aus für Mitarbeiter: Firma aus Baden-Württemberg schließt Werk

Eine Mitarbeiterin überwacht die Produktion in einem Werk.
Symbolbild © istockphoto/gorodenkoff

Ein Werk eines Baden-Württemberger Unternehmens schließt. Dieses schreibt seit Jahren rote Zahlen und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.

Wieder betrifft die Schließung einen Autozulieferer. ZF Friedrichshafen schließt ein Werk. Die Mitarbeiter stehen vor dem Aus.

Automobilindustrie muss umrüsten

Das liegt vorwiegend an der Transformation zur E-Mobilität. Diese sorgt sowohl bei Herstellern als auch Zulieferern für deutliche Umstrukturierungen. Deswegen rüstet auch der Autozulieferer ZF Friedrichshafen um.

Der Stifungskonzern hat seinen Hauptsitz im Süden Baden-Württembergs und ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Unter anderem stellt ZF Friedrichshafen Zahnräder her. Diese benötigen die Hersteller derzeit noch für den Bau von E-Autos. Voraussichtlich aber nicht mehr lange. „Das neue Zahnrad ist der Chip und die Software“. So äußerte sich Wolf-Henning Schneider bereits im Juni. Er ist der Chef von ZF Friedrichshafen.

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Somit ändert sich die Zukunfts-Strategie des Konzerns. In diesem Zuge spielt das Werk in Eitorf in Nordrhein-Westfalen keine Rolle mehr.

Werk beschäftigt rund 690 Mitarbeiter

Das Werk wird voraussichtlich 2025 stillgelegt. Dies wurde den rund 690 Mitarbeitern des Stoßdämpferwerkes der ZF Friedrichshafen bereits mitgeteilt. Für die Angestellten ist das eine schockierende Nachricht. Sie wollen um ihren Arbeitsplatz kämpfen.

So zogen sie am 30. September mit einem Protestzug ins Zentrum der Stadt. Der Betriebsrat in Friedrichshafen verurteilt das Vorgehen des Konzerns ebenfalls.

Es ist das erste Werk, das die ZF Friedrichshafen in ihrer über einhundertjährigen Geschichte schließt. ZF Friedrichshafen ist nach dem Unternehmen Bosch der größte Autozulieferer. Bosch hat bereits mehrere Werke geschlossen. Dies war ebenfalls im Wandel zur E-Mobilität gegründet. Nun trifft es auch die ZF Friedrichshafen. Denn das Werk in Eitorf schreibt bereits seit Jahren rote Zahlen. Es ist international nicht zukunftsfähig. So äußert sich der Konzern zu der geplanten Schließung.

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Für die fast 700 Mitarbeiter war diese Ankündigung ein großer Schock. Sie verlieren eventuell ihren Arbeitsplatz. Dabei hatte die ZF erst kürzlich eine Qualifizierungsoffensive für die E-Auto-Transformation gestartet.