
Nach Jahrzehnten will ein Ur-Gastronom nun das Handtuch werfen. Der Grund dafür ist ziemlich prekär.
Nicht nur die Schließungen von Traditionsgeschäften häufen sich in den vergangenen Jahren. Erst aufgrund der Coronapandemie, nun wegen der Inflation durch den Ukraine-Krieg wird es für Kleinunternehmer immer schwieriger, sich am Markt zu halten. Jetzt will sogar ein echter Ur-Gastronom das Handtuch werfen. Nach Jahrzehnten hat er entschieden: Er will nicht mehr.
Kneipe seit über vierzig Jahren in der Innenstadt
Seit über vierzig Jahren ist ein Ur-Gastronom bereits in Dortmund ansässig. Unter dem Namen „Perpendikel“ betreibt Dimi Kalpakidis seine Kneipe und schenkt hier Nacht um Nacht Bier aus. Sogar die für Gastronomen so schwierige Coronazeit hat er überlebt und vor Kurzem wieder neues Personal angestellt.
Doch jetzt folgte eine schockierende Nachricht: Am Freitag, dem 12. Mai 2023 schrieb der Betreiber des Kultlokals in den sozialen Netzwerken Folgendes: „Es ist die Zeit gekommen, Tschüss zu sagen.“ Offenbar möchte der Ur-Gastronom seine Kneipe in Dortmund abgeben. In den Medien nannte er auch den ausschlaggebenden Grund: „die Bewohner“. Oder zumindest jene, die das Nachtleben in Dortmund zerstören.
Eigentlich, so der Ur-Gastronom in den Medien, sollte man in einer Kneipe lustig sein und Spaß haben dürfen. Allerdings würden sich immer mehr Anwohner beschweren, dass eben jener Spaß als zu laut empfunden werde. Aus diesem Grund gab es von der Stadt bereits eine Sperrzeit von 23 Uhr bis 6 Uhr in der Früh.
Sperrstunde für Restaurants und Kneipen
Für den Ur-Gastronomen bedeutet das möglicherweise das Aus seiner Kneipe. Eine Sperrstunde und eine Kneipe gehen laut ihm einfach nicht zusammen. Er ist der Meinung, dass Menschen, die in die Innenstadt von Dortmund ziehen, mit etwas mehr Lärm aus Restaurants, Bars oder eben Kneipen zurechtkommen sollten.
Obwohl der Ur-Gastronom noch unsicher über die Schließung seines Ladens ist, findet er bereits Unterstützung in den sozialen Netzwerken. Viele finden den geposteten Beitrag: „Traurig für ganz Dormund.“ Immerhin kann es so schnell dazu kommen, dass Nachbarn und Anwohner einfach so Existenzen auf dem Gewissen haben.














