
Das nächste Riesen-Werk in Deutschland wird dichtgemacht und hinterlässt nicht nur schockierte Mitarbeiter. Eine ganze Region ist von dieser Schließung betroffen und verliert einen großen Arbeitgeber.
Zwar hatte der Betreiber schon im letzten Jahr diese Änderung angekündigt, doch nun trifft es die Menschen noch härter: Ein Riesen-Werk in Deutschland wird bald dichtgemacht und hinterlässt eine sprachlose Region.
Ein großes Werk mit vielen Mitarbeitern: Schließung schon beschlossene Sache
Im Oktober letzten Jahres informierte die Geschäftsführung Hunderte Mitarbeiter darüber, dass das Werk in Deutschland geschlossen werden soll. Doch zu diesem Zeitpunkt sah der Plan noch etwas anders aus, als er jetzt umgesetzt wird. Vor einigen Monaten trat der Betreiber mit einigen potenziellen Kaufinteressenten in Kontakt. Die Belegschaft zeigte sich noch hoffnungsvoll, denn mit einem Investor hätten auch die Arbeitsplätze gerettet werden können. Die Verhandlungen zogen sich hin und ein Interessent nach dem anderen sprang ab. Zum Schluss hegte man noch eine leise Hoffnung. Denn einen einzigen Interessenten gab es noch. Die Verhandlungen zogen sich ebenfalls über Monate hinweg.
Riesen-Werk in Deutschland schließt: Hunderte Mitarbeiter betroffen
Nun gibt es jedoch keine Hoffnung mehr, denn auch mit dem letzten Interessenten konnte man sich nicht einigen. Nach zähen Verhandlungen kam es zu keinem Ergebnis. Nun will der britische Tabakriese Imperial Brands das Reemtsma-Werk bei Hannover schließen. Damit fallen 600 Arbeitsplätze weg. Die Produktion in Langenhagen will man bis 2027 Schritt für Schritt einstellen. Man wolle jedoch für die Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen anbieten und sie bestmöglich unterstützen.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (kurz: NGG) schildert diesen Sachverhalt jedoch ganz anders. Man habe sie außen vor gelassen und die Mitarbeiter absichtlich im Dunkeln gelassen. Monatelang habe man ihnen Hoffnung gemacht und sie dann vor vollendete Tatsachen gestellt. Bis heute wisse man nicht, um welche potenziellen Käufer es sich gehandelt habe. Imperial Brands bestreitet diese Vorwürfe. Man habe die Gewerkschaft indirekt immer auf dem Laufenden gehalten, habe aber Verschwiegenheitsvereinbarungen einhalten müssen. Nichts ändert jedoch etwas an der Tatsache, dass der Mutterkonzern das Werk nun schließt. Aufgrund von hohen Produktionskosten in Langenhagen sowie einer geringen Auslastung und einem zurückgehenden Tabakkonsum habe man diese Entscheidung treffen müssen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)














