Aus: Pleite-Welle trifft nächstes deutsches Traditionsunternehmen

Hängeordner mit Beschriftung Insolvenz
Symbolbild © istockphoto/Ralf Geithe

Jede Woche eine neue Insolvenz. Diesen Eindruck gewinnen Verbraucher momentan. Und jetzt ist wieder ein Unternehmen pleite.

Wieder trifft es ein deutsches Traditionsunternehmen. Es muss nach über 60 Jahren Insolvenz anmelden. Lieferungen sind derzeit nicht möglich. Sie liegen in über 50 Ländern auf Eis.

Unternehmen erlitt irreparablen Schaden

Deswegen ist eine Insolvenz unumgänglich. Der deutsche Küchenhersteller Rational Einbauküchen Solutions GmbH hat daher einen Insolvenzantrag gestellt. Doch diesmal liegt die Ursache nicht in der Coronapandemie oder dem Ukraine-Krieg. Es liegt ein völlig anderer Grund vor.

Der Küchenhersteller erlitt einen Totalausfall. Dieser führte zum Insolvenzantrag. Denn das Unternehmen erlitt erhebliche Schäden an den IT-Servern. Diese sind so gravierend, dass die Produktion immer noch ruht. Wann und ob sie wieder aufgenommen wird, ist derzeit noch unklar.

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Wir werden gemeinsam mit der Geschäftsführung und der hoch qualifizierten Belegschaft schnellstmöglich nach Lösungen suchen, damit für das Traditionsunternehmen nach der unumgänglichen Unterbrechung von Vertrieb, Planung, Produktion und Verkauf eine Zukunftslösung gefunden werden kann“. Dies erklärt der Insolvenzverwalter Stefan Meyer von Pluta.

Insolvenz nach über 60 Jahren

Nicht nur die Mitarbeiter trifft die Insolvenz hart. Auch eine Vielzahl von Kunden müssen mit Einbußen durch die Produktionsverzögerung rechnen. Denn Rational Einbauküchen beschäftigt ein externes Unternehmen für die Produktion. Es verkauft seine Artikel und Designs nicht nur in Deutschland, sondern auch in weiteren 50 Ländern. Doch nun liegt die Produktion auf Eis. Kunden müssen auf ihre Bestellungen warten.

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Dennoch können Kunden auch weiterhin Küchen von dem Hersteller erwerben. Die Händlersuche auf der Unternehmenswebseite ist weiterhin aktiv. Wie lange jedoch die Lieferzeiten sind, kann derzeit nicht gesagt werden.

Genauere Informationen werden aber in Kürze erwartet. Der Insolvenzverwalter prüft erst in Ruhe die genaue Sachlage. Dann wird nach einer Lösung gesucht, mit der alle Beteiligten zufrieden sein können. Zumindest in Anbetracht der Umstände.