Ausbreitung: Nosferatu-Spinne dringt in Wohnungen ein im Herbst

Nosferatu-Spinne in ihrem Netz
Foto: Fritz Geller-Grimm, CC BY-SA 4.0

Ein Exot breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Die Nosferatu-Spinne dringt jetzt auch häufiger in Wohnungen ein. So sollte man sich hierbei verhalten.

Die sinkenden Temperaturen locken viele Spinnentiere von draußen in die warmen und trockenen Wohnungen. Die sogenannte Nosferatu-Spinne dringt ebenfalls öfter in Wohnungen ein. Hier gibt es alle wichtigen Informationen, wie man auf das Tier richtig reagiert.

Besucher aus dem Mittelmeerraum

Ursprünglich lebt die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) im westlichen Mittelmeer. Doch inzwischen sind die Vertreter der Kräuseljagdspinnen immer häufiger in Süd- und Westdeutschland zu finden, nachdem sie sich den Weg durch das Rheintal in der Schweiz, Österreich und Liechtenstein gebahnt haben. Bereits 16.000 Mal wurde die Nosferatu-Spinne hier gesichtet. Diese zeichnet sich vor allem durch ihren wuchtigen Körperbau und einer Größe von bis zu sieben Zentimetern aus. Aufgrund ihrer sonst gewohnten Umgebung mit warmen Temperaturen suchen sie sich hierzulande häufig ein Plätzchen in unseren eigenen vier Wänden.

Vorsicht, bissig!

Sobald man eine Nosferatu-Spinne bei sich zu Hause findet, sollte man besonnen vorgehen. Denn sie ist im Gegensatz zu ihren Artgenossen durchaus angriffslustig, wenn sie sich bedroht fühlt. Verteidigt sie sich gegenüber Angreifern, beißt sie durchaus auch zu. Zwar ist ihr Biss nicht weiter bedenklich, da sie nicht hochgiftig ist. Dennoch sind die unangenehmen Folgen mit einem Bienen- oder Wespenstich zu vergleichen. Vor allem Personen, die allergisch reagieren, sollten daher besonders aufpassen. Sobald man unglücklicherweise gebissen wurde, reicht es für gewöhnlich, die entsprechende Stelle zu waschen und zu kühlen. Zusätzlich kann man bei einer allergischen Reaktion seinen Hausarzt aufsuchen.

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Sichtung melden

Um die Arachnologische Gesellschaft bei ihren Beobachtungen zu der Ausbreitung der Nosferatu-Spinne in der Bundesrepublik zu unterstützen, bitten die Experten ein gesichtetes Exemplar stets zu melden. Entweder direkt über deren Website oder beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Des Weiteren empfehlen die Experten, die Nosferatu-Spinne vorsichtig zu fangen und ins Freie zu setzen. Hierfür nutzt man am besten ein Blatt Papier und ein Behältnis aus Glas. Um außerdem ohne Biss davonzukommen, sollte man in jedem Fall absolute Ruhe bewahren.