Ausland: Die meisten deutschen Renten gehen nicht an Deutsche

Viele gelbe Sonnenliegen mit Sonnenschirmen an einem weißen Sandstrand an einem See oder Meer. Badegäste liegen auf den Liegen und sonnen sich.
Symbolbild © istockphoto/intek1

Jeden Monat überweist die Deutsche Rentenversicherung Geld in mehr als 150 Länder weltweit. Die Zahl der Rentenzahlungen ins Ausland steigt seit Jahren. Inzwischen erhalten rund 1,7 Millionen Menschen ihre deutsche Rente außerhalb Deutschlands. 

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dieser enormen Summe? Ein Blick auf die Empfänger zeigt, dass hier meist eine Lebensleistung steht, die sich über Jahrzehnte erstreckt hat.

Auslandsrenten stehen in der Kritik – Millionen gehen ins Ausland

Ein großer Teil der Auslandsrenten geht an ehemalige Gastarbeiter. Millionen Menschen kamen in den vergangenen Jahrzehnten aus Ländern wie Italien, der Türkei, Griechenland oder dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Viele von ihnen zahlten jahrzehntelang in die Rentenkasse ein. Nach dem Ende ihres Berufslebens kehrten zahlreiche Arbeitnehmer in ihre Heimatländer zurück. Ihre deutsche Rente erhalten sie weiterhin.

Hinzu kommt ein zweiter Trend. Immer mehr Deutsche verbringen ihren Ruhestand im Ausland. Besonders beliebt sind Länder wie Spanien, Österreich, die Schweiz oder Portugal. Viele Rentner schätzen dort das Klima, die Lebensqualität oder teilweise niedrigere Lebenshaltungskosten. Auch sie beziehen ihre deutsche Rente weiterhin von der Deutschen Rentenversicherung. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung steigt die Zahl der Auslandsrenten seit Jahren kontinuierlich an. Die zunehmende Mobilität innerhalb Europas spielt dabei eine wichtige Rolle.

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Besonders häufig: Millionen Renten gehen in diese Länder

Besonders häufig fließen deutsche Rentenzahlungen nach Italien, Spanien, Österreich, Polen und in die Türkei. Die Deutsche Rentenversicherung überweist die Leistungen mittlerweile in mehr als 150 Staaten rund um den Globus. Die technische Abwicklung erfolgt dabei über internationale Sozialversicherungsabkommen sowie europäische Regelungen. Dabei entscheidet nicht allein die Staatsangehörigkeit über einen Rentenanspruch. Maßgeblich dafür sind die eingezahlten Beiträge. Wer in Deutschland gearbeitet und Rentenansprüche erworben hat, erhält die entsprechende Leistung unabhängig davon, ob er deutscher Staatsbürger ist oder nicht.

Die aktuellen Zahlen zeigen primär, wie international die Arbeitswelt geworden ist. Während früher viele Menschen ihr gesamtes Berufsleben und ihren Ruhestand in einem Land verbrachten, leben und arbeiten heute immer mehr Menschen über Ländergrenzen hinweg. Die steigende Zahl der Auslandsrenten spiegelt genau diese Entwicklung wider.

(Quellen: Deutsche Rentenversicherung, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion)