
Der Neustart gab zunächst Hoffnung: Ein Unternehmen aus dem Ausland übernimmt einen deutschen Hersteller. Viele Herausforderungen bleiben aber offenbar bestehen, sodass der nächste Schock nicht lange auf sich warten lässt.
Erneut macht sich Unsicherheit unter den Mitarbeitern dieses Unternehmens breit. Ihr Arbeitgeber hat sich für einen drastischen Schritt entschieden. Er deutet auf Krisenstimmung hin.
Konzern aus dem Ausland übernimmt deutschen Hersteller
Mit großen Plänen startete dieses Start-up als Pionier der Branche durch. Inzwischen kämpft das Unternehmen allerdings mit anhaltenden Herausforderungen. Geldprobleme hatten den im Jahr 2011 gegründeten Betrieb in die Krise getrieben. Es folgte die Insolvenz, danach zunächst die Rettung durch eine ausländische Übernahme. Mittlerweile ist jedoch klar: Ganz so wie erhofft läuft es bisher wohl nicht ‒ und das wirkt sich jetzt erneut auf die Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens aus.
Schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern: Das ist der Grund
Der Neustart geht offenbar langsamer voran als erwartet. Um die Kosten insgesamt zu reduzieren und effizienter zu arbeiten, setzt das Unternehmen nun auf eine Umstrukturierung der Beschaffungs- und Produktionskette. Das bleibt nicht ohne Folgen: Ab sofort ist Kurzarbeit beim Flugtaxi-Hersteller Volocopter angesagt. Die Arbeitszeit wird reduziert. Ein halbes Jahr soll diese Phase wohl andauern, doch unter den Angestellten macht sich Skepsis breit. Einige hätten ihren Arbeitgeber demnach bereits freiwillig verlassen, was auf eine unsichere Stimmung hindeutet.
Weil keine Investorengelder mehr flossen, musste Volocopter mit Sitz in Bruchsal Ende 2024 Insolvenz anmelden. Das Unternehmen hat sich auf „fliegende Taxis“ ‒ sogenannte elektrische VTOL-Flugtaxis ‒ für den Stadtverkehr spezialisiert. Auch Lastendrohnen gehören zum Portfolio des Luftfahrtpioniers. Nach der Insolvenz übernahm der Flugzeugbauer Diamond Aircraft das angeschlagene Start-up im Frühjahr 2025. Dieser gehört der chinesischen Wanfeng Auto Holding Group. Über 300 der Volocopter-Mitarbeiter mussten infolgedessen ihren Arbeitsplatz aufgeben, wobei die genaue Zahl je nach Quelle variiert. Nun bangt offenbar auch die restliche Belegschaft um ihre berufliche Zukunft. Denn noch ist unklar, was nach der Kurzarbeit auf sie zukommen wird.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, volocopter.com, dpa)














