Ausnahmezustand in Karlsruhe: 30 Männer mit Holzlatten unterwegs

ARCHIV - Foto: Peter Steffen/dpa

Karlsruhe (ots) – Mit insgesamt zehn Streifenwagenbesatzungen konnte die Polizei in der Nacht auf Mittwoch eine gewaltsame Auseinandersetzung zweier Parteien mit laut Zeugenangaben mindestens 30 Personen unterbinden.

Gegen 00.30 Uhr teilten Anrufer über Notruf mit, dass sich mehrere Männer aus Autos mit Holzlatten bewaffnen und in die Grünanlage entlang der Augartenstraße bewegen würden.


Beim Eintreffen der Polizeistreifen flüchteten diese, es gelang jedoch, elf Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren zu stellen und einer Personenkontrolle zu unterziehen. Ein 19-Jähriger gab sich schließlich als vermeintlicher Geschädigter zu erkennen. Er gab an, dass er zuvor von einer größeren Personengruppe zusammengeschlagen worden wäre.

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Dabei wäre auch ein Teleskopschlagstock zum Einsatz gekommen. Der 19-Jährige wies eine Verletzung am Kopf auf, die jedoch zunächst nicht ärztlich behandelt werden musste. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden daraufhin von ihm Bekannte verständigt, die sich schließlich vor Ort zusammenfanden. Eine weitere gewalttätige Auseinandersetzung der beiden Parteien konnte dann vermutlich durch die Präsenz der Polizeibeamten verhindert werden.

Bei der Absuche des Geländes wurde ein Teleskopschlagstock aufgefunden. Gemäß den Ausführungen des Geschädigtem konnten jedoch nicht alle Tatverdächtige festgestellt werden. Mögliche Zeugen werden daher gebeten, sich beim Polizeirevier Karlsruhe-Südweststadt unter Telefon 0721 666-3411 zu melden. Ort der Auseinandersetzung war der Grünstreifen entlang der Augartenstraße zwischen Wilhelm- und Marienstraße.