Austausch: Maßnahme steht an für Millionen deutsche Haushalte

Ein offenes Fenster in einem Haus. Die Lichter in der Wohnung sind aus, da es Tag ist. So erkennt man nur den einfachen Balkon.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

In Deutschland regeln klare Gesetze den Einsatz von Wasser- und Wärmezählern in Wohnungen. Viele Haushalte kennen jedoch die Fristen nicht. Wer seine Geräte nicht rechtzeitig austauscht, riskiert hohe Bußgelder. Millionen deutsche Haushalte sind betroffen.

In Deutschland regeln mehrere Gesetze den Umgang mit Wasser, Heizung und Energie in Wohnungen. Der Staat legt fest, wie Vermieter und Eigentümer den Verbrauch erfassen und abrechnen müssen. Diese Vorgaben sorgen für Transparenz und schützen Mieter vor falschen Abrechnungen.

Wasserzähler sichern eine gerechte Abrechnung im Haushalt

Wasserzähler gehören heute in fast jedem Haushalt zur Standardausstattung. Vermieter oder Eigentümer lassen die Geräte meist beim Bau eines Hauses oder bei einer Modernisierung installieren. Sie sorgen dafür, dass der Verbrauch von Kalt- und Warmwasser genau erfasst wird und eine gerechte Abrechnung möglich bleibt. In Mehrfamilienhäusern kommen oft mehrere Zähler zum Einsatz, da jede Wohnung ihren eigenen Verbrauch nachweisen muss. Auch bei größeren Sanierungen bauen Handwerker neue Messgeräte ein, damit die Technik den aktuellen Vorschriften entspricht. So behalten Bewohner und Eigentümer den Überblick über ihren Wasserverbrauch und vermeiden Streit über die Nebenkosten.

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Millionen deutsche Haushalte betroffen: Bußgelder drohen

Wer gesetzliche Vorgaben zu Messgeräten ignoriert, muss mit Bußgeldern rechnen. Behörden ahnden Verstöße konsequent, da fehlerhafte Zähler zu falschen Abrechnungen führen können. Eigentümer tragen die Verantwortung für den rechtzeitigen Austausch und die korrekte Wartung der Geräte. Wenn sie Fristen versäumen oder ungeeichte Zähler einsetzen, drohen empfindliche Strafen. Zusätzlich können Mieter Ansprüche geltend machen, wenn Abrechnungen nicht stimmen. Wer die Regeln einhält, schützt sich vor finanziellen Risiken und sorgt für eine rechtssichere Abrechnung im Haushalt.

Besonders relevant bleibt aktuell das Eichjahr 2020. Eigentümer mit entsprechenden Wasserzählern müssen jetzt aktiv werden, denn die Frist endet Ende Dezember 2026. In Deutschland nutzen Haushalte rund 45 Millionen Messgeräte, daher betrifft die Regel viele Wohnungen. Die Mess- und Eichverordnung legt seit November 2021 eine feste Nutzungsdauer von sechs Jahren für Wasser- und Wärmemengenzähler fest. Nach Ablauf dieser Zeit verlangt das Gesetz einen Austausch, damit die Messwerte korrekt bleiben. Wer den Termin ignoriert, riskiert Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Mess- und Eichgesetz)