Autobauer rudern zurück: Alte Ära kommt in Fahrzeuge zurück

In einer Halle eines Fahrzeugherstellers befinden sich mehrere Fahrzeug-Karosserien hintereinander in einigen Abstand zueinander auf einem Band. Arbeiter haben einen Wagen mit Kleinteilen neben das Fahrzeug gestellt und bauen einige Teile nun an der entsprechenden Stelle ein.
Symbolbild © imago/imagebroker

Die Entwicklung in eine bestimmte Richtung schien zunächst eindeutig zu sein. Doch nun rudern Autobauer ausgerechnet hier zurück und integrieren in die Fahrzeuge wieder Elemente aus einer anderen Ära.

Zukunftsweisend schien diese Entwicklung bei den Fahrzeugen zu sein. Doch dann kam alles anders. Deshalb rudern viele große Autobauer nun zurück und bringen alte Elemente wieder ins Auto.

Praxis zeigte fatale Folgen auf, China reagiert mit Verbot

Schaut man sich die E-Autos der einzelnen Hersteller an, fällt eines besonders schnell auf: Alle Fahrzeuge verfügen über ein nahezu futuristisch anmutendes Design. Die Botschaft dahinter ist klar: E-Mobilität bedeutet Zukunft, und die Zukunft darf nicht aussehen wie ein Verbrenner-Modell, in dem nur die Technik geändert wurde. Mit dem neuen Design veränderte sich nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere der Autos. Knöpfe und Schalter wurden durch ein Display mit Touchscreen ersetzt, über das alle Funktionen des Fahrzeugs gesteuert werden konnten.

Eine solche Designentscheidung sorgte dafür, dass die Türgriffe in die Seitentür eingefahren werden konnten. Zunächst begrüßten die Menschen diese Entwicklung, denn sie löste manches Ärgernis. Bis die ersten Autofahrer nicht mehr an ihre Türgriffe herankamen, weil die Technik versagte. Im Ernstfall – zum Beispiel, wenn Leib und Leben in Gefahr sind – kann dies zu verhängnisvollen Ereignissen führen. Deshalb reagierte China bereits mit einem Verbot. Autohersteller müssen nun dafür sorgen, dass die Türgriffe mechanisch erreichbar sind. Aber dies scheint nicht das einzige Problem zu sein, wie die Erfahrungen im Alltag zeigen.

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Autobauer rudern zurück: In den Fahrzeugen ändert sich nun einiges

Zunächst hatte ein Großteil der Kundschaft die neuen E-Autos mit Begeisterung angenommen. Doch mit jedem Display – so wie es Tesla vorgemacht hat und andere große Autobauer nachgezogen haben – verschwanden normale Knöpfe und Schalter, und die Aufmerksamkeit des Fahrers wurde auf die Bildschirme gelenkt. Inzwischen kommen diese beim Publikum nicht mehr so gut an. Damit ändert sich auch die Strategie der Autobauer.

Große Autohersteller wie Audi beispielsweise setzen nun wieder vermehrt auf die alten Knöpfe und Schalter. Zwar ist es kostengünstiger und mit weniger Entwicklungsaufwand verbunden, ein entsprechendes Display zu schaffen. Doch diese Kostenersparnis würde sich durch den Widerstand der Kundschaft praktisch in Luft auflösen, wenn man nicht auf Kundenwünsche eingeht, resümieren die Hersteller.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Business Insider)