Baden-Württemberg nimmt weitere Flüchtlinge auf – Auch in Karlsruhe!

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Baden-Württemberg wird nach Angaben des Innenministeriums voraussichtlich rund 85 Menschen aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufnehmen.

Die Bundesregierung hatte sich Mitte September auf die Aufnahme von 1553 Asylsuchenden in Deutschland verständigt.


Dem SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Hinderer ist das zu wenig – und er nimmt vor allem die Grünen in der Landesregierung in die Pflicht: «Es zeigt sich ein weiteres Mal die Doppelmoral der Grünen», sagte Hinderer der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «In Sonntagsreden preisen sie großzügig die Willkommenskultur, aber in der praktischen Regierungsverantwortung ist das Thema nicht wichtig genug, um sich mit dem Hardliner und CDU-Innenminister Thomas Strobl anzulegen.»

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«Nach Kenntnis des Innenministeriums sind bis zum 10. Dezember 2020 aus der Personengruppe der 1553 anerkannten Schutzberechtigten insgesamt 291 Personen nach Deutschland eingereist», heißt es in der Antwort Strobls auf einen Antrag Hinderers, die der dpa vorliegt. 35 Menschen seien bisher im Südwesten aufgenommen worden.

Die übrigen Personen sollten verteilt auf neun Flüge vom 28. Januar bis Ende März in Deutschland einreisen, hieß es weiter. Wegen der Corona-Pandemie sowie weiterer Unwägbarkeiten wie Erkrankungen könne es jedoch jederzeit zu Veränderungen im Zeitplan kommen. Zunächst würden die Geflüchteten im niedersächsischen Grenzdurchgangslager Friedland untergebracht, bevor sie auf die Länder verteilt werden.