Baden-Württemberg will keinen Abbau von Flüchtlingsheimen

Symbolbild Foto: Vito Manzari from Martina Franca (TA), Italy - Immigrati Lampedusa, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8976081

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Vor dem Hintergrund des Syrien-Konflikts und der angespannten Lage an der EU-Außengrenze beharrt der Landkreistag weiter darauf, die Flüchtlingsunterkünfte zur vorläufigen Unterbringung im Land nicht weiter abzubauen.

Hauptgeschäftsführer Alexis von Komorowski sagte in Stuttgart, dass es am 6. Februar ein Gespräch mit dem Innenministerium gegeben habe. «Leider konnten wir das Innenministerium bei dieser Gelegenheit noch nicht dazu bewegen, den Abbau von Unterkünften der vorläufigen Unterbringung bis auf Weiteres auszusetzen.»

Der Landkreistag setze allerdings darauf, dass das Innenministerium seine ablehnende Haltung angesichts der aktuellen Entwicklungen an den EU-Außengrenzen nunmehr erneut auf den Prüfstand stelle, erklärte Komorowski. «Unseres Erachtens macht es definitiv keinen Sinn, Unterbringungskapazitäten abzubauen, die gegebenenfalls schon bald für teures Geld wieder neu aufgebaut werden müssen.» Nach der Erstaufnahme in den Unterkünften des Landes, bei denen die Flüchtlinge registriert werden, werden sie dann zur vorläufigen Unterbringung auf die Landkreise verteilt, längstens für zwei Jahre. Dort warten sie dann auf die Entscheidung ihres Asylantrags.

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