
Nachdem Bakterien gefunden wurden, reagiert ein deutscher Tierpark mit einer Sperrzone. Die Besucher dürfen diesen Bereich nicht betreten. Dabei geht es um eine Vorsichtsmaßnahme, die die Ausbreitung verhindern soll.
Bakterien haben dafür gesorgt, dass ein deutscher Tierpark reagiert und eine Sperrzone errichtet hat. Damit dürfen die Besucher einen bestimmten Bereich immer noch nicht betreten.
Bakterien sorgen für Schließung: „Kann potenziell gefährlich werden“
Im Oktober letzten Jahres haben Tierärzte bei einer Routineuntersuchung eines verstorbenen Furchenschnabel-Bartvogels in einem Tierpark einen gefährlichen Erreger für die Vogel-Tuberkulose entdeckt. Dabei handelte es sich um das Bakterium „Mycobacterium avium“. Die Betreiber des Parks hatten den Fund an das Kreisveterinäramt gemeldet. Dies hatte beschlossen, das Vogelhaus zu schließen.
Das Bakterium ist für gesunde Menschen zwar nicht gefährlich, kann jedoch bei immunschwachen Besuchern zu Lungenproblemen führen. Deshalb bleibt das Vogelhaus geschlossen. Der Rest des Tierparks ist für die Besucher weiterhin zugänglich. Bereits im November 2023 gab es den Erreger dort schon einmal, allerdings fanden Experten keine lebenden Bakterien mehr, sodass das Vogelhaus nach kurzer Zeit wieder öffnen konnte. Nun sieht die Lage jedoch etwas anders aus.
Deutscher Tierpark reagiert nach Bakterienfund: „Besucher müssen Verständnis haben“
Eine weitere Untersuchung im Vogelhaus im Tierpark Recklinghausen hat ergeben, dass die Bakterien im Boden weiterhin nachweisbar sind. Deshalb bleibt das Haus für Besucher weiterhin geschlossen. Den Vögeln gehe es gut, so die Betreiber. Kein Tier zeige derzeit irgendwelche Symptome, die auf die Vogel-Tuberkulose hindeuten könnten.
Trotzdem bleibt die Schließung weiterhin bestehen. Denn Experten befürchten, dass die Besucher das Bakterium unwissentlich aufnehmen und nach draußen tragen. Dadurch könnten sich beispielsweise Wildvögel anstecken. Der Erreger bleibt nämlich auch auf Oberflächen lange lebensfähig, weshalb im Vogelhaus sämtliche Materialien regelmäßig gesäubert und desinfiziert werden. Die Mitarbeiter betreten den Bereich nur mit Schutzkleidung. Als weitere Maßnahme lassen die Verantwortlichen nun nach und nach die Böden abtragen und durch neue Erde austauschen. Wann die Besucher das Vogelhaus im Tierpark Recklinghausen wieder betreten können, steht noch nicht fest.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Stadt Recklinghausen)














