Bank zieht Schlussstrich: Millionen Kunden verlieren Konto-Zugriff

Frauen an Geldautomaten in einer Bank. Sie stehen jede an einem eigenen Automaten, tippen ihre Pin ein und warten auf die Geldbewegung oder Auszahlung. Die Filiale ist neu und hell beleuchtet. Viele heben ihre Zuschüsse genau am Auszahlungstermin ab.
Symbolbild © istockphoto/guruXOOX

Millionen Kunden verlieren womöglich bald den Zugang zu ihrem Online-Banking – eine große deutsche Bank stellt ein wichtiges TAN-Verfahren ein. Wer nicht rechtzeitig handelt, hat ein Problem.

Ein neues Online-Banking kommt – doch nicht alle sind vorbereitet. Wer jetzt nicht handelt, könnte bald ohne digitalen Zugriff auf sein Konto dastehen.

Sicherheitsumstellung: Millionen Kunden könnten Zugriff verlieren

Eine der größten deutschen Banken stellt ihr Online-Banking grundlegend um – und das schon seit dem 25. August 2025. Was für mehr Sicherheit sorgen soll, könnte für viele Kunden zum bösen Erwachen führen: Ohne das passende TAN-Verfahren ist kein Zugriff mehr auf das Konto möglich. Und das betrifft potenziell Millionen Menschen.

Im Zentrum der Umstellung steht das veraltete mobileTAN-Verfahren. Dabei werden Transaktionscodes per SMS verschickt – bequem, aber unsicher. In der Vergangenheit kam es bereits zu Angriffen bei dieser Methode. Andere Banken haben längst reagiert, jetzt zieht auch die Deutsche Bank nach. Die SMS-TAN wird dort endgültig eingestampft. Betroffene Kunden wurden bereits informiert. Wer bis zum 25. August kein neues Sicherheitsverfahren aktiviert hat, schaut in die Röhre: Ohne gültige TAN gibt es keinen Online-Zugang mehr zum Konto – keine Überweisungen, kein Kontostand, keine App-Nutzung.

Letzte Frist läuft: Aktivierung nur noch bis zum 21. August

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Der Nachfolger steht schon bereit: Die sogenannte photoTAN ersetzt die unsichere SMS-Variante. Sie funktioniert entweder über das Abscannen einer Grafik oder durch eine bequeme Push-Bestätigung per App. Um sie nutzen zu können, müssen Kunden der Deutschen Bank vorher einen Aktivierungsbrief anfordern – spätestens bis zum 15. August. Die finale Aktivierung muss bis zum 21. August erfolgen. Wer diese Frist versäumt, verliert ab dem 25. August den Online-Zugriff – zumindest auf digitalem Weg per Handy oder Computer. Der Schalter bleibt offen, aber der Komfort der mobilen Bankgeschäfte wäre dahin. Zugleich warnt die Bank vor einer neuen Welle von Phishing-Angriffen, denn Kriminelle könnten versuchen, aus der Umstellung Kapital zu schlagen. Gefälschte E-Mails mit angeblichen Aufforderungen zur TAN-Aktivierung sind wahrscheinlich. Der Tipp: Keine Links in Mails anklicken.

Parallel wird auch die separate Kreditkarten-App „MeineKarte“ abgeschaltet. Deren Funktionen sollen vollständig in die zentrale Banking-App wandern. Wichtig: Wer dort digitale Kassenbelege gespeichert hat, sollte diese bis spätestens 22. August sichern. Übrigens: Ab dem 25. August wird mit „BestSign“ ein weiteres Sicherheitsverfahren angeboten – eine moderne Lösung, die bereits bei der Postbank im Einsatz ist. Ob Kunden diesen Wechsel rechtzeitig schaffen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Wer jetzt nicht handelt, könnte bald seinen Konto-Zugriff verlieren.